Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat die Umbenennung des Platzes vor dem Gebäude der russischen Botschaft in Washington nach dem erschossenen Oppositionspolitiker Boris Nemzow kommentiert.

Peskow verwies darauf, dass die Entscheidung zur Kompetenz der Stadtverwaltung gehört.

„Ich würde das wahrscheinlich unkommentiert lassen», sagte er. „Ich betone lediglich, dass das zweifelsohne zum Vorrecht der Stadtbehörden gehört — vor jenem Hintergrund, dass der Zustand der bilateralen Beziehungen zwischen unseren Ländern gelinde gesagt nach wie vor viel zu wünschen übrig lässt», so der Kreml-Sprecher.

Am Dienstag hatte die Stadtverwaltung von Washington beschlossen, den Straßenabschnitt vor der russischen Botschaft in der US-Hauptstadt in Boris Nemzow Plaza umzubenennen.

Nemzow war in der Nacht zum 28. Februar 2015 in Moskau auf einer Brücke unweit des Kremls hinterrücks erschossen worden. Unter Präsident Boris Jelzin bekleidete er in den 1990er Jahren hohe Ämter in der Regierung und wechselte in den 2000er Jahren in die Opposition.

Bei der Ermittlung zu dem Mord an dem Oppositionellen wurden alle Verdächtigen festgenommen. Mitte Juli 2017 verurteilte das Moskauer Militärbezirksgericht den Mörder des Politikers, Saur Dadajew, zu 20 Jahren Haft. Dadajews Komplizen bekamen Freiheitsstrafen von elf bis zu 19 Jahren.

Quelle: Sputnik

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