Die US-Botschaft in London hat der Darstellung von Präsident Donald Trump zum Umzug der Vertretung vehement widersprochen. Die alte US-Botschaft am Londoner Grosvenor Square habe nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards entsprochen, hieß es in einer Mitteilung der Botschaft.

Unter anderem durch einen Grundstückstausch sei es gelungen, das neue, hochmoderne und hermetisch gesicherte Botschaftsgebäude ohne zusätzliche Belastung des US-Steuerzahlers zu bauen. Die Pläne dazu seien bereits 2007 entstanden.

Obama oder Bush …

Trump hatte seinen Besuch zu der Eröffnung mit der Begründung abgesagt, die Regierung seines Vorgängers Barack Obama habe die alte Botschaft in bester Lage zu einem Schleuderpreis hergegeben. Die Entscheidung war jedoch bereits zu einer Zeit getroffen worden, als Obama noch gar nicht US-Präsident war, sondern Trumps Parteifreund George W. Bush.

In britischen Medien wurde gemutmaßt, dass es Trump bei der Absage gar nicht um das Botschaftsgebäude ging, sondern um die Tatsache, dass große Proteste der britischen Bevölkerung gegen seinen Besuch erwartet worden waren. Außerdem sei ihm, der für ihn im Protokoll vorgesehene Auftritt, nicht angemessen erschienen.

US-Botschafter in Panama tritt zurück

Es ist keine glückliche Woche für den diplomatischen Dienst der USA: Zuerst sorgte Pete Hoekstra, frisch bestellter US-Botschafter in den Niederlanden, mit einem unglücklichen Auftritt bei seiner Antrittspressekonferenz für Aufsehen. Hoekstra wurde von der niederländischen Hauptstadtpresse wegen einer von ihm 2015 getätigten, falschen Äußerung über islamistischen Terror in den Niederlanden gegrillt. Am Freitag entschuldigte er sich und nahm die Äußerung zurück. Er habe damals «Länder verwechselt», so der 64-jährige gebürtige Niederländer.

Ebenfalls am Freitag wurde bekannt, dass der US-Botschafter in Panama, John D. Feeley, seinen Posten niederlegen wird. Feeley, ein Berufsdiplomat und ehemaliger Helikopter-Pilot bei den US Marines, sagte dem Außenministerium zur Begründung, er fühle sich nicht mehr in der Lage, unter einem Präsidenten wie Trump zu dienen.

In seinem Kündigungsschreiben, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, schreibt Feeley: «Als junger Beamter im diplomatischen Dienst habe ich geschworen, dem Präsidenten und der Regierung unpolitisch zu dienen, auch wenn ich nicht mit Teilen ihrer Politik einverstanden sein sollte. Mir wurde klargemacht, dass es eine Frage der Ehre wäre, zu kündigen, wenn ich das nicht könnte. Dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen.»

Die Kündigung, die das US-Außenministerium dem Nachrichtensender CNBC bestätigte, steht allerdings nicht, wie zunächst angenommen, in Zusammenhang mit der Aufregung um Trumps kolportierte «shithole»-Äußerungen. Feeleys Schreiben datiert vom 27. Dezember. Er wird zum 9. März seinen Posten verlassen.

Quelle: Wort