In Gefahrenherden in Levante kämpfen laut der französischen Verteidigungsministerin Florence Parly weiterhin etwa 600 französische radikale Islamisten. Etwa 300 seien bereits getötet worden. Dies berichtet die Zeitung „Liberation“.

Nach Informationen der Verteidigungsministerin sind weniger als 20 Kämpfer nach Frankreich zurückgekehrt. Allerdings sei kein massenhafter Weggang von Islamisten aus dem Irak und Syrien in andere Länder zu beobachten.

„Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass diese oder jene Personen aus dieser Kategorie das individuell tun werden“, betonte die Ministerin.

Viele gefangengenommene radikale Islamisten äußern Parly zufolge den Wunsch, nach Frankreich ausgeliefert zu werden. Frankreich werde allerdings das Bestreben der örtlichen Behörden der jeweiligen Regionen in Levante, diese Gefangenen selbständig anzuklagen, berücksichtigen – selbst angesichts der Tatsache, dass sie im Irak beispielsweise gegebenenfalls zu einer Todesstrafe verurteilt werden können.

„In der ganzen Welt riskieren französische Bürger, zur Höchststrafe verurteilt zu werden, sollten sie schwere Verbrechen in den Ländern begehen, wo diese Strafe vorgesehen ist“, sagte die Verteidigungsministerin. Sie riet den Französen vor diesem Hintergrund, nie außer Acht zu lassen, dass jedes Land eigene Regeln habe.

Als Levante wird im engeren Sinne die östliche Mittelmeerküste und ihr Hinterland bezeichnet, also das Gebiet der heutigen Staaten Syrien, Libanon, Israel, Jordanien sowie der palästinensischen Autonomiegebiete und der türkischen Provinz Hatay.

Quelle: Sputnik

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