FDP-Chef Christian Lindner teilte mit, dass seine Partei den Unionsantrag zum Familiennachzug nicht unterstützen werde. Dies sei eine Politik wie sie die AfD machen würde.

Von Michael Steiner

Laut Christian Lindner wird die FDP de Unionsantrag zur weiteren Aussetzung des Familiennachzugs für Asylbewerber nicht unterstützen. «Wir sind für die generelle Aussetzung des Familiennachzugs, solange wir den Menschen bei Wohnung, Arbeit und Bildung nicht gerecht werden», so der liberale Politiker zum «Redaktionsnetzwerk Deutschland».

Die FDP überzeuge «die eiskalte Ablehnung jeder Form der Familienzusammenführung a là AfD nicht», so Lindner. Dies sei unmenschlich. Denn «im Einzelfall» müsse es nämlich «Ausnahmen geben, deren Zahl man nicht vorab festlegen kann. Etwa bei einem erkrankten Jugendlichen, der seine Eltern nachholen möchte.» Das könnten in einem Monat 20 Fälle sein, im nächsten dann auch 1.600. Deshalb sei das von Union und SPD geschaffene Kontingent von jährlich 12.000 neu einreisenden Familienmitgliedern «willkürlich gegriffen».

Qualifizierten Asylbewerbern, die ihren Lebensunterhalt bereits durch Arbeit bestreiten könnten, müsse ermöglicht werden, ihre Familie nachzuholen. «Im Vorgriff auf ein modernes Einwanderungsgesetz ist das ein Gebot der Klugheit», betonte der FDP-Chef weiter.

Quelle: Contra Magazin

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