Minderjährige Syrer machen Cottbus unsicher. Binnen weniger Tage gab es zwei Messer-Attacken auf Deutsche. Nun stoppte Brandenburgs Innenminister den Zuzug weiterer Asylbewerber in die Stadt.

Nach zwei Messerangriffen durch minderjährige Migranten in Cottbus hat Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) den Zuzug weiterer Asylbewerber in die Stadt gestoppt.

„Wir werden bis auf Weiteres keine Verteilung aus der zentralen Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt vornehmen“, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker nach einem Krisengipfel am Freitag. Der Zuweisungsstopp solle zur Entspannung beitragen. „Sonst wird das Klima noch schlechter.“

Die 100.000-Einwohner-Stadt in der Lausitz war binnen wenigen Tagen Schauplatz von zwei Übergriffen durch minderjährige Syrer.

Messer-Attacke auf 16-Jährigen

Am Mittwoch gab es in der Innenstadt Auseinandersetzungen zwischen deutschen und syrischen Jugendlichen, wobei der Syrer Fuhad A. (15) ein Messer zog, einen 16-jährigen Deutschen gegen eine stehende Straßenbahn drückte und ihm die Wange mit einem tiefen Schnitt aufschlitzte. Es hätte nicht viel gefehlt, dass die Halsschlagader durchtrennt worden wäre, nur wenige Zentimeter trennten ihn von akuter Lebensgefahr.

Mit blutüberströmtem Gesicht, einem Messerstich im Oberschenkel und einer Schnittverletzung an der Hand, offenbar beim Versuch den Täter abzuwehren, schleppte sich der Jugendliche in das Einkaufszentrum Blechen-Carré und brach dort blutüberströmt in einem Friseurladen zusammen.

Anlass der Rangelei war das Verhalten von Fuhads Kumpel Imad A. (16) gegenüber einer gemeinsamen Mitschülerin (16). Imad soll das Mädchen sexuell attackiert und mit dem Tode bedroht haben.

Messer-Attacke auf Ehepaar

Vier Tage zuvor, am Freitag vergangener Woche, war ein Ehepaar im Alter von 43 und 51 Jahren am gleichen Einkaufszentrum angegriffen worden. Fuhad A. und seine zwei syrischen Kumpel (14, 17) waren mit von der Partie.

Weil die 43-jährige Ehefrau den jungen Migranten beim Eintritt in das Shopping-Center nicht den Vortritt einräumte und ihnen nicht wie gefordert Respekt erwies, griffen diese ihren Ehemann tätlich an.

Während zwei der jungen Ganoven versuchten, den Mann zu Fall zu bringen, zückte der Dritte sogleich sein Messer. Ein mutiger Passant griff ein und verhinderte das Schlimmste, bevor der Sicherheitsdienst die Jugendlichen überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten konnte.

Zur Strafe müssen der 15-Jährige und sein Vater die Stadt und den Landkreis verlassen.

«Wir haben eine negative Wohnsitzauflage erteilt, die besagt, dass die beiden den Landkreis Spree-Neiße verlassen müssen“, sagte Stadtsprecher Jan Gloßmann.

Damit betrete die Stadt Neuland. „Die Verfahrensweise muss noch juristisch abgeklopft werden.“ In welche deutsche Stadt Vater und Sohn umgesiedelt werden, ist bisher unbekannt. Die beiden anderen jungen Syrer werden mit einer Gefährderansprache verwarnt.

Stadtsprecher: Veränderung im Stadtbild fällt vielen Menschen nicht leicht

„Solche Sachen sind bisher nicht üblich in Cottbus“, sagte Gloßmann. „Das hat viele aufgeschreckt, dass so etwas am helllichten Tag bei uns passiert.“ Schon in den vergangenen Wochen hatte es verschiedentlich Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Asylbewerbern gegeben, oft unter Alkoholeinfluss.

Dem Stadtsprecher zufolge zogen zuletzt viele anerkannte Flüchtlinge aus anderen Landkreisen in die Stadt, die den örtlichen Behörden gar nicht bekannt seien.

«Mit einem Anstieg von 2,2 auf achteinhalb Prozent Ausländeranteil in zwei Jahren haben wir einen überproportionalen Zuzug erlebt.“ Die schnelle Veränderung auch im Stadtbild falle vielen Menschen nicht leicht.

Mehr Polizei soll Lage entlasten

„Die Lage ist schwierig“, sagte Innenministeriumssprecher Decker nach einem Treffen von Schröter und Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher (SPD) mit dem Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) und Polizeivertretern. „Cottbus braucht die Entlastung.“

Zudem seien weitere Maßnahmen verabredet worden, darunter die Entsendung von Bereitschaftspolizisten, um fünf zusätzliche Polizeistreifen einzusetzen.

Außerdem sollen Beamte in Zivil in der Innenstadt tätig werden, ein zentraler Stadtplatz soll dauerhaft videoüberwacht werden. Ferner wurde eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei verabredet, um mögliche Konflikte frühzeitig anzugehen. Die Stadt will zudem mit dem Ordnungsamt mehr Präsenz zeigen.

Quelle: Epochtimes

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