Union und SPD haben bei dem wohl größten Streitthema ihrer Koalitionsverhandlungen – dem Familiennachzug von Flüchtlingen – eine Einigung erzielen können.

Der Familiennachzug soll der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) zufolge bis zum 31. Juli ausgesetzt bleiben. Danach soll die Zahl der Familienangehörigen, die aufgenommen werden, auf 1000 pro Monat begrenzt werden.

Die Parteien standen unter Zeitdruck, da die aktuelle Regelung für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus – sogenannte subsidiär Schutzberechtigte – Mitte März auslaufen soll. Dass der Familiennachzug nun bis Ende Juli weiter ausgesetzt bleibt, soll laut dem Blatt jetzt rasch im Bundestag beschlossen werden.

Zuvor hatten Medien von rückläufigen Zahlen der Familiennachzügler berichtet. Die Zahl der Angehörigen von Flüchtlingen soll 2017 deutlich gesunken sein. So reisten Medienberichten zufolge zwischen Januar und Ende November vergangenen Jahres 85.000 Familienangehörige in Deutschland ein. Im Jahr zuvor seien es im gleichen Zeitraum noch 114.500 gewesen.

Quelle: Sputnik

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