US-Präsident Donald Trump hat den Willen Israels angezweifelt, Frieden mit den Palästinensern zu schließen. Zugleich warnte er in einem Zeitungsinterview, beide Seiten wären «dumm», wenn sie keine Vereinbarung schlössen.

US-Präsident Donald Trump hat den Willen Israels angezweifelt, Frieden mit den Palästinensern zu schließen. „Zurzeit würde ich sagen, dass die Palästinenser keinen Frieden machen wollen“, sagte Trump in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der israelischen Zeitung „Israel Hayom“.

 «Und ich bin nicht unbedingt sicher, dass Israel Frieden machen will. Also müssen wir sehen, was passiert“, fügte der US-Präsident hinzu.

Trump hegt Zweifel, ob Friedensgespräche stattfinden können

Trump machte deutlich, dass er sich von Israel Anstrengungen für eine Nahost-Friedenslösung wünsche. Die Beziehungen zwischen den USA und Israel seien „großartig“, sagte er. Ein Frieden zwischen Israel und den Palästinensern würden sie aber noch „viel besser“ machen.

Der US-Präsident übte außerdem Kritik am israelischen Siedlungsbau in den Palästinensergebieten, der den Friedensprozess „sehr verkompliziert“. Israel müsse daher „sehr vorsichtig mit den Siedlungen“ sein.

Die Kritik der Regierung Trump an der israelischen Siedlungspolitik fiel bislang deutlich schwächer aus als unter Trumps Amtsvorgänger Barack Obama. David Friedman, den Trump als US-Botschafter nach Israel schickte, hatte in der Vergangenheit jüdische Siedlungen im Westjordanland sogar unterstützt.

Trump hat in der Vergangenheit seine Absicht bekundet, Israel und die Palästinenser zu einer „endgültigen Vereinbarung“ zu bringen. In dem Zeitungsinterview zog er nun aber in Zweifel, dass derzeit überhaupt Verhandlungen zwischen den beiden Seiten möglich seien. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob wir überhaupt Gespräche haben werden“, sagte er.

Wir werden sehen, was passiert, aber ich denke, es wäre dumm von den Palästinensern und ich denke auch, es wäre dumm von den Israelis, wenn sie keine Einigung erzielen.“

Lobbying gegen Jerusalem-Entscheidung „war gewaltig“

Trump hatte die Palästinenser Anfang Dezember mit der Ankündigung gegen sich aufgebracht, Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen. Die Palästinenserführung, die Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen eigenen Staat beansprucht, will so lange keine Gespräche mit der US-Regierung führen, bis diese die Jerusalem-Entscheidung rückgängig macht.

Die offizielle Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt war „für viele Menschen eine wichtige Sache“, meinte der US-Präsident im Interview.

Mir wurde gedankt und, um komplett ehrlich zu sein, in einigen Fällen nicht gedankt. Aber es war ein sehr wichtiges Versprechen, dass ich gegeben habe, und ich habe mein Versprechen erfüllt“, so Trump.

Er verstehe aber auch, warum die anderen US-Präsidenten Jerusalem nicht als Israels Hauptstadt anerkannten, obwohl sie dies in ihrer Wahlkampagne versprochen hatten. Denn der Druck gegen diese Entscheidung sei sehr stark gewesen. „Ich sage Ihnen, das Lobbying dagegen war gewaltig“, erklärte der US-Präsident.

„Obama war für Israel vollkommen schrecklich“

Weiter äußerte sich Trump zu den Beziehungen zwischen Israel und den USA. Diese seien wahrscheinlich viel besser als jemals zuvor, so Trump. „Ich meine, Sie hatten keine guten Beziehungen mit Obama, er gab Ihnen den Iran-Deal, der im Grunde genommen bedeutete, lasst uns Israel schlechtes antun. Obama war schrecklich. Er war für Israel vollkommen schrecklich“, fügte der Präsident hinzu.

Quelle: Epochtimes

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