Maxim Odinzow und Alexander Baranow sind 2016 vom ukrainischen Geheimdienst auf der Krim entführt worden. Nun werden die beiden russischen Armeeangehörigen von der ukrainischen Justiz zu langjährigen Haftstrafen verurteilt – wegen „Fahnenflucht und Hochverrat“.

Das Podolski-Gericht in Kiew verurteilte den russischen Unterfeldwebel Alexander Baranow zu 13 Jahren Haft, wie der Anwalt Valentin Rybin Sputnik mitteilte. Fähnrich Maxim Odintsow müsse laut dem Urteil des Darniziki-Gerichts der ukrainischen Hauptstadt für 14 Jahre ins Gefängnis.

„Wir haben einen Monat Zeit, um Berufung einzulegen“, sagte der Anwalt.

Die beiden Russen waren Ende 2016 bei einer spektakulären Aktion des ukrainischen Geheimdienstes SBU an der Grenze der russischen Schwarzmeerhalbinsel Krim und der Ukraine entführt worden. Das Video der Entführung wurde vom ukrainischen Geheimdienst hinterher veröffentlicht.

Darauf war zu sehen, wie zwei Männer mit Gewalt aus der neutralen Zone auf das ukrainische Territorium gezerrt wurden.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums waren Odinzow und Baranow mit dem Versprechen der Übergabe wichtiger Papiere in die neutrale Zone gelockt worden. Sobald die beiden sich außerhalb des russischen Territoriums befanden, wurden sie ins Gebiet Nikolajew verschleppt.

Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete die Entführung damals als „heimtückisch“.

Quelle: Sputnik

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