«Ich hoffe es ist nicht so, ich hoffe es ist nicht sie …» — Das waren die verzweifelten Worte von Pamelas Mutter, nur Stunden vor der Identifizierung ihrer Tochter. Doch bald schon musste sie schmerzhaft erkennen, dass sie ihr Mädchen für immer verloren hatte …

Ein 18-jähriges Mädchen wurde in Italien ermordet, ihre Leiche in zwei Koffer verteilt in den Straßengraben geworfen.

Die Polizei fand die Leiche der 18-jährigen Pamela Mastropietro bei Pollenza, rund 50 Kilometer südlich der mittelitalienischen Adria-Hafenstadt Ancona am Morgen des 31. Januar 2018, einem Mittwoch. Zwei Koffer lagen in einem Straßengraben, darin das zerstückelte Mädchen eingepackt.

Ein Taxifahrer hatte die Gepäckstücke in der der Nähe der Einfahrt einer Villa in der Via dell’Industria entdeckt und war misstrauisch geworden. Er dachte, dass es sich vielleicht um Drogen oder Diebesgut handeln könnte und meldete die herrenlosen Koffer der Polizei in Macerata. Doch als die Polizisten die Koffer öffneten, standen sie geschockt vor dem Unfassbaren.

Bei der Befragung der Anwohner erfuhren die Carabinieri, dass am späten Dienstagabend gegen 23 Uhr die Hunde einer nahen Villa unablässig anschlugen. Möglicherweise wurden da die Koffer mit den Überresten des Mädchens weggeworfen.

Es dauerte nur Stunden, bis die Polizei die mehr als zwanzig Leichenteile dem Mädchen zuordnen konnte und mit der Rekonstruktion der letzten Tage ihres Lebens begann, auf der Suche nach dem Mörder. Die italienische Tageszeitung „Il Giornale „ berichtete von dem Fall., der in Italien einen Sturm der Entrüstung auslöste, ähnlich den Mordfällen Maria und Mia in Freiburg und Kandel.

Am Montag, 29. Januar, war die junge Römerin aus dem Drogen-Rehabilitationszentrum „Pars“ in Corridonia bei Macerata weggegangen, in dem sie sich seit Oktober 2017 in Behandlung befand. Nach einem längeren Gespräch mit dem Sicherheitspersonal der Klinik ging sie die Straße hinab, ihren Koffer hinter sich herziehend.

Ihre Eltern und ihr Freund suchten sie, baten auf Facebook und überall um Hilfe: „Wer hat sie gesehen?“ Es wurde auch gesagt, dass das Mädchen eine Zeit großer Zerbrechlichkeit durchmache und Hilfe benötige. Sie hofften noch, als der Anruf der Carabinieri kam, dass der Verdacht besteht, dass die gefundene zerstückelte Leiche die des Mädchens sein könnte.

Auf den Spuren der Mörder

Am Dienstag, 30. Januar, kaufte sich das Mädchen in einer Apotheke noch eine Spritze. Doch da folgte ihr der Mörder bereits. Auf den Videoaufnahmen der Überwachungskamera einer Apotheke sahen die Ermittler das Mädchen, verfolgt von einem ihnen als Drogendealer bereits bekannten 29-jährigen Nigerianer.

Die Ermittlungen ergaben, zusammen mit Video-Aufzeichnungen und Zeugenaussagen, dass Innocent Oseghale offenbar als letzter Kontakt mit der 18-Jährigen hatte. Die Spuren des Mädchens verloren sich am späten Dienstagvormittag, 30. Januar, in der Via Spalato in Macerata. Hier wurde sie letztmals lebend gesehen. Hier in dieser Straße, im Haus Nummer 124, wohnt auch der Nigerianer, der eine abgelaufene Aufenthaltserlaubnis für Italien besitzt, wie „IlGiornale“ berichtet.

Mordfall Pamela in Macerata, Italien.

Am Mittwochabend konnte die Polizei Oseghale ausfindig machen und verhaften. Der Nigerianer gab zu, das Mädchen bemerkt und verfolgt zu haben. Doch dann habe er sie aus den Augen verloren. Eine Beteiligung an dem Mord bestritt er, doch nannte er die Namen anderer Personen. Einsatzkräfte durchsuchten die Häuser dieser Leute noch in derselben Nacht, während ihre Kollegen mit dem in Handschellen gelegten Nigerianer zu dessen Wohnung fuhren. Dort angekommen fanden die Carabinieri die Kleidung der 18-Jährigen, getränkt mit ihrem Blut, sowie den Belegzettel der Apotheke und andere Spuren.

Später wurde immer klarer, dass mehrere Nigerianer in den Fall verwickelt sind. Neben Innocent Oseghale (29) wurden auch Lucky Desmond (22) und Lucky Alewima (27) verhaftet, beides illegal eingewanderte Asylbewerber.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern gemeinschaftlichen Mord, Verschleierung, Schändung einer Leiche und Drogenhandel vor.

Der Anwalt der Familie Mastropietro, Pamelas Onkel Marco Valerio Verni erklärte der „Il Giornale“:

«Der Gerichtsmediziner sagte uns, dass zwei Stiche im Bauch die Ursache für den Tod meiner Nichte sein könnten. Soweit ich weiß, wurde der Körper buchstäblich zerfleischt und in kleine Stücke zerlegt. Sie versuchten, die Haut um die Wunden zu schneiden, wahrscheinlich um zu verheimlich, was passiert war. Und es gibt auch einen Schlag auf die Schläfe.“

(Marco Valerio Verni, Rechtsanwalt)

Wie die Ermittlungen ergaben, hatten auch die zahlreichen nigerianischen Drogendealer der 40.000-Einwohner-Stadt Macerata alles getan, um die Mörder zu decken. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch fünf Schieber verhaftet, jeder mit durchschnittlich fünf Kilo Heroin unterwegs, genug für 145.000 Dosen.

Traurige Gewissheit

Nach derzeitigem Ermittlungsstand starb das Mädchen offenbar in der Wohnung des Mannes. Hier wurde sie wohl auch zerstückelt, die Leichenteile mit Bleichmittel gewaschen und in die Koffer gepackt, von denen einer der des Mädchens war.

„Ich hoffe es ist nicht so, ich hoffe es ist nicht sie …“ – Das waren die verzweifelten Worte von Pamelas Mutter, Alessandra Verni, nur Stunden vor der Identifizierung ihrer Tochter. Doch bald schon musste sie schmerzhaft erkennen, dass sie ihr Mädchen für immer verloren hatte …

Vermutlich nahm Pamela diverse Drogen zuerst um Spaß zu haben. Im Oktober 2014 veröffentlichte sie ein Bild, auf dem Spielkarten und ein Joint zu sehen waren. Später jedoch nahm sie sie, um Probleme zu verdrängen: „Wir sind alle auf etwas angewiesen, das uns den Schmerz vergessen lässt“, glaubte Pamela in ihrer Verzweiflung und postete ein Foto mit einer Flasche Schnaps, Zigaretten und einer kleinen Plastiktüte mit Drogen als Titelbild. Das war im August 2015. Davor, dazwischen und danach immer auch Fotos aus glücklicheren Tagen.

Das Mädchen träumte davon, wie ihre Mutter Kosmetikerin zu werden, doch dazu musste sie erst die Drogen überwinden. Deshalb befand sie sich seit Oktober 2017 in der Entzugsklinik, bis sie dann am Montag, 29. Januar verschwand.

Nach dem Verlassen der Klinik in jenen zwei Tagen des Schweigens ohne Neuigkeiten von dem 18-jährigen Mädchen, – 1,65 Meter groß, braune Augen, braunes Haar – traf Pamela ihre Mörder.

Was manche Medien im sozialdemokratisch regierten Italien schrieben, lässt sich nur mutmaßen. Doch die Reaktion der Mutter der 18-Jährigen auf Facebook lässt einiges erahnen. Offenbar wollte sie mit Fotos ein verzerrtes Bild ihrer Tochter wieder richtigstellen:

An alle diese Schakale an all jene Journalisten (…) Ich gebe dir ein paar Bilder davon, wie meine Tochter wirklich war! (…) ein Mädchen SONNIG HUMORVOLL SCHÖN MIT EINEM GUTEN HERZ ALLEN HELFEND SYMPATHISCH ein wenig EMPFINDLICH HÖFLICH GROSSZÜGIG … EINE LÖWIN!“

(Pamelas Mutter Alessandra)

Quelle: Epochtimes