«Verpassen Sie gerade den richtigen Zeitpunkt zum Abschied?» fragte die Moderatorin in der ZDF-Sendung «Berlin direkt». Antwort von Angela Merkel: „Ich glaube nicht.“

Die letzten GroKo Verhandlungen zogen turbulente Nachwehen nach sich. Das bekam auch die Kanzlerin in einem heftigen Gegenwind aus den eigenen Reihen zu spüren. Es wurden Stimmen laut, die ihr Abdanken als Parteichefin und einen Generationswechsel forderten. Im ZDF in der Sendung „Berlin direkt“ nahm sie am Sonntagabend Stellung zu den Forderungen.

Ihre Botschaft war klar – Sie will die nächsten vier Jahre Parteichefin und Kanzlerin bleiben. Alles andere kommt für sie nicht in Frage. Die Kanzlerin sagt:

Die vier Jahre sind jetzt das, was ich versprochen habe. Und ich gehöre zu den Menschen, die Versprochenes auch einhalten”,

Und so lange will sie auch Partei-Chefin bleiben. Merkel erklärtdazu, dass beide Ämter in eine Hand gehören würden, um „auch eine stabile Regierung bilden zu können.”

Sie machte deutlich, dass es ihr in der Verhandlungsnacht wichtiger war, dass dieses Land eine Regierung bekommt – und dass dies wichtiger war als die Postenverteilung. Angela Merkel erweckte den Anschein, dass es für sie überhaupt absurd war, zwölf Stunden über Ministerien zu verhandeln.

Wir müssen endlich anfangen zu arbeiten. (…) Denn es gibt wirklich viel zu tun.”

Gebetsartig wiederholt sie, wie schmerzlich der Verlust des Finanzministeriums ist. Gleichzeitig scheint es für sie ein bezahlbarer Preis gewesen zu sein: „Wir haben seitens der CDU einen Preis gezahlt für diese Regierung. Ich hätte gerne das Finanzministerium behalten.“ Und:

Die Alternative wäre gewesen, dass wir einfach hätten sagen müssen den Menschen, in der Sache haben wir einen Koalitionsvertrag, aber wir können uns leider auf die Ressorts nicht einigen. Das war nicht verantwortbar.“

Gleichzeitig macht sie klar, dass die jüngeren CDU Leute ihre Chance bekommen und die CDU-Liste bis zum CDU Parteitag am 26. Februar stehen. Es gehe jetzt darum, zu zeigen, „dass wir auch mit einer neuen Mannschaft antreten können. Das ist immer meine Art, Personen Chancen zu geben, die ich für gut befinde.“

Das kann auch klar als Ansage verstanden werden, dass sie sich einräumt, ein deutliches Wort mitzureden, was die Auswahl der Kabinettsmitglieder angeht.

Auf die etwas provokativ gestellte Frage: „Verpassen Sie gerade den richtigen Zeitpunkt zum Abschied?“, der Moderatorin antwortet Merkel: „Ich glaube nicht.“

Quelle: Epochtimes

 

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