Das Verhältnis von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu den Medien gilt als angespannt — nun will der Staatschef den Pressesaal aus dem Elysée-Palast verbannen. Bei Journalisten stößt dies auf Protest.

Das Verhältnis von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu den Medien gilt als angespannt – nun will der Staatschef den Pressesaal aus dem Elysée-Palast verbannen.

Macrons Kommunikationbeauftragte Sibeth Ndiaye kündigte am Mittwoch an, der Raum im Ehrenhof des Palastes werde nach 40 Jahren in ein Nebengebäude verlegt. Bei den anwesenden Journalisten stieß dies auf Protest.

Macrons Beraterin machte Platzgründe geltend. Der derzeitige Pressesaal solle zum Konferenzraum für die Berater des Präsidenten umgewidmet werden, sagte sie. Der Raum dient den Elysée-Korrespondenten bisher als ständiger Arbeitsraum. Von deren Seite hieß es, es gebe den „politischen Willen, die Presse auf Abstand zu bringen“.

Macron hatte zu Jahresbeginn für einen „gesunden Abstand“ zwischen Politik und Medien plädiert. Auf Kritik in vielen Redaktionen stößt, dass der Präsident den Zugang zu Informationen und Bildern deutlich stärker kontrolliert als sein Vorgänger François Hollande. Diesem war vorgeworfen worden, in Interviews zu viele Interna auszuplaudern.

Frankreichs Präsident Valéry Giscard d’Estaing hatte den Pressesaal während seiner Amtszeit von 1974 bis 1981 erstmals in den Elysée-Palast verlegen lassen. François Mitterrand wies den Medienvertretern dann als Zeichen der Transparenz 1984 den Raum im Ehrenhof zu.

Quelle: Epochtimes

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