Während die US-Politik von den kontroversen Ansichten und Haltungen der regionalen Verbündeten Washingtons beeinflusst wurde, ist der US-Außenminister Rex Tillerson nach Westasien gereist.

Während der US-Außenminister im Interesse Saudi-Arabiens versucht, die Terroristen und die Aufständischen in Syrien zu unterstützen, haben sich die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei, den zwei Nato-Mitgliedern, wegen Syrien angespannt. Vor einigen Tagen wurde ein israelischer Kampfjet über Syrien abgeschossen. Trotz den Erwartungen der Anhänger des israelischen Regimes in den USA, konnte Washington keine scharfe Haltung gegenüber diesem Vorfall einnehmen. Tillerson begann seine Rundreise in die Region einige Tage nach der Rede des US-Präsidenten Donald Trump, der die Kosten der früheren US-Regierungen in der Region Westasiens in einer Höhe von sieben Trillionen US-Dollar als sinnlos bezeichnet hatte. Nun scheint es, dass eine Art von Verwirrung und Widerspruch zwischen den Plänen und Prioritäten der US-Regierung gegenüber der westasiatischen Region entstanden ist. Nach alter Tradition bemühen sich die USA, diese von Unruhen und Chaos befallene Region derart zu gestalten, dass es dem eigenen Interesse und auch den Interessen der Verbündeten entspricht. Im Laufe der Zeit wird aber die Verwirklichung dieses Ziels immer schwieriger. Obwohl Trumps erstes ausländisches Reiseziel nach seinem Amtsantritt Saudi-Arabien in Westasien war, ist der Einfluss der USA in dieser Region im letzten Jahr gesunken.

Die Niederlage der IS-Terroristen und einiger Gruppen, die die Unterstützung der US-geführten arabisch-westlichen Koalition genießen, gegenüber den Kräften Syriens, Irans, Russlands und des Irak haben die Manövrierfähigkeit Washingtons in der Region dramatisch reduziert, und das zu einer Zeit, in der es zwischen der Türkei und den USA bezüglich der Zukunft des Irak und Syriens immer mehr zu Differenzen kommt.

Auf der anderen Seite gibt es Anzeichen für Meinungsverschiedenheiten zwischen der Trump-Regierung und radikalen Israelis, die nach der Annexion der zionistischen Siedlungen in den 1948 besetzten Palästinensergebieten ausgebrochen waren.

Zuvor schien es, dass die umstrittene Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, al-Quds (Jerusalem) als Hauptstadt des israelischen Regimes anzuerkennen, die Beziehungen zwischen Washington und Tel Aviv mehr denn je stärken wird. Nun sind aber die Erwartungen der radikalen israelischen Bewegungen in den besetzten palästinensischen Gebieten höher als die Toleranz der US-Regierung geworden. Diese Situation führte dazu, dass die Zeitung Al-Quds al-Arabi in einem Beitrag den Besuch des US-Außenministers in Westasien als eine heftige Niederlage für ihn und die US-Regierung bezeichnet hatte.

ParsToday

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