Die Partei «Gerechtes Russland» ist für ihre soziale Agenda bekannt. Ihre Sternstunde, als sie 2011 mit 13,2 Prozent Stimmen in die Duma einzog, hat die Partei jedoch hinter sich. Kritiker erklären das mit ihrer Abwendung von der radikalen Regierungskritik.

Die Duma-Wahl 2016 brachte für die Partei einen dramatischen Rückgang in der Wählergunst: Mit nur 6,2 Prozent nahm «Gerechtes Russland» die Fünf-Prozent-Hürde für den Parlamentseinzug nur knapp. Die Abwendung von den Straßenprotesten und Unterstützungsappelle zu Gunsten des im Jahr 2012 wieder ins Amt gewählten Präsidenten Wladimir Putin haben viele kritische Wähler enttäuscht. Die Situation, immer mehr zwischen der politischen Mitte und den Kommunisten zerrieben zu werden, wirft die Frage auf, wozu das «Gerechte Russland» eigentlich noch gebraucht wird.

Im einem exklusiven RT-Deutsch-Interview begründet der Duma-Abgeordnete seine Kritik der regierenden Partei und setzt sie in einen historischen Kontext. Auch zu anderen politischen Kräften im Land zieht er die Trennlinien: Ein seltener Einblick in die russische Politik.

Quelle: RT