Von Freitag bis Sonntag findet die 54. Münchner Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof statt. Zentrale Themen der rund 600 Gäste aus aller Welt werden diesmal europäische Fragen wie der «Brexit» sein, aber auch internationale Konflikte in Syrien oder der Ukraine. Die wichtigsten Nachrichten in unserem Newsticker.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat angesichts der Gefahr eines neuen nuklearen Wettrüstens zum Schutz wichtiger atomarer Abrüstungsabkommen aufgerufen. „Die nuklerare Bedrohung steht leider wieder auf unserer Agenda“, sagte Stoltenberg am Freitag. „Entscheidende Atomwaffenübereinkommen stehen heute in Frage“, warnte der Nato-Generalsekretär.

Stoltenberg verwies in diesem Zusammenhang auf Abrüstungsverträge zwischen den USA und Russland, die Bedrohung durch das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm sowie auf den Iran. Insbesondere nannte Stoltenberg die sogenannten INF-Verträge (Intermediate Range Nuclear Forces, INF). Mit den Abkommen beschlossen die USA und die damalige Sowjetunion 1987 die Vernichtung aller Mittel- und Kurzstreckenraketen.

Die USA seien „der Meinung“, dass Russland den INF-Vertrag verletzte, sagte Stoltenberg. Hintergrund ist der Vorwurf an Moskau, neue Mittelstreckenraketen zu entwickeln und zu stationieren. „Wir müssen den INF-Vertrag schützen“, sagte der Nato-Generalsekretär. Er appellierte an Moskau, die Fragen mit den Europäern und den USA „gemeinsam anzugehen“ und dies „transparent“ und „nachprüfbar“ zu tun.

Quelle: Epochtimes