In einer Höhe von 7000 Metern in der Nähe der Aleuten-Inseln im US-Bundesstaat Alaska sind Forscher auf ein „höchst ungewöhnliches“ Aerosolpartikel gestoßen. Es soll eine geringe Menge an angereichertem Uran enthalten, der bei Kernbrennstoff und Bomben verwendet wird.

Dies geht aus der Studie einer Forschergruppe der US National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hervor, die im „Journal of Environmental Radioactivity“ veröffentlicht wurde. Demnach ist das das erste Mal seit Beginn der Beobachtung vor zwanzig Jahren, dass ein Partikel mit dem Uran-Isotop U-235 entdeckt worden sei.

„Die Analyse der Windrichtung und das Modell der Verbreitung von Luftpartikeln zeigen, dass dieses Partikel in einem asiatischen Land entstanden sein könnte: China, Nordkorea oder Japan“, hieß es.

Zwar können die Forscher die genau Herkunft des Partikels nicht nennen, doch sind sie davon überzeugt, dass es sich nicht um eine „natürliche Quelle“ handelt.

Da das ungewöhnliche Partikel im August 2016 entdeckt worden sei, könne die Atomkraftwerk-Katastrophe auf Fukushima 2011 als Quelle ausgeschlossen werden.

„Diese Studie wurde veröffentlicht, weil wir herausfinden wollten, ob jemand, der mehr über Uran weiß als wir, die Quelle des Partikels nennen kann“, sagte Dan Murphy, einer der Wissenschaftler bei der NOAA, gegenüber dem Portal „Gizmodo“.

Quelle: Sputnik