Kiew verlangt von Moskau, die auf der Krim zurückgelassenen Schiffe im reparierten Zustand der Ukraine zurückzugeben. Diese Forderung äußerte der stellvertretende Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine, Michail Kowal, bei der Vernehmung vor Gericht zum Fall des Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Der TV-Sender „112 Ukraina“ hat die Videoaufnahme dieser Vernehmung auf YouTube veröffentlicht. In der Gerichtsverhandlung erklärte Kowal, dass das Landungsschiff „Konstantin Olschanski“ unter russischer Flagge mehrmals im Mittelmeer gewesen sei.

„Sie haben dieses Schiff gehetzt! Alle anderen Schiffe, die sie erobert haben, haben sie zu Spendern gemacht. Sie haben alle unsere Schiffe ausgeschlachtet“, so Kowal.

Ferner erklärte er, Russland müsse die Schiffe auf dem Gerichtswege der Ukraine instandgesetzt zurückgeben, „in einem solchen Zustand, wie man sie genommen hat, und nicht anders“.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte sich am 11. Januar bereit erklärt, dutzende auf der Krim stationierte ukrainische Kriegsschiffe und Kampfjets an Kiew zurückzugeben.  Der ukrainische Regierungschef Wladimir Groisman äußerte daraufhin die „Gegeninitiative“, die Halbinsel unter die Kontrolle Kiews zurückzugeben. Der Außenminister der Ukraine, Pawel Klimkin, erklärte, dass Kiew  nicht auf Putins „Trick“ hereinfallen werde.

Hier sei  angemerkt, dass sich die dort stationierten ukrainischen Schiffe schon vor der Wiedervereinigung der Krim mit Russland in einem traurigen Zustand befanden. Zum Beispiel habe das große Landungsschiff „Konstantin Olschanski“ schon seit 2013 dringend eine ernsthafte Reparatur gebraucht.

Im Sommer 2015 hatte das Verteidigungsministerium der Ukraine seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die seit 2014 auf der Krim befindlichen Schiffe der ukrainischen Marine in die Heimat zurückkehren werden. Bis zum März 2014 befanden sich 70 Schiffe der Ukraine auf der Krim, mehrere von ihnen waren noch Anfang März 2014 auf Entscheidung der ukrainischen Militärbehörde entsorgt worden.

Quelle: Sputnik

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