Die Absicht der USA, nach dem Sieg über die Terroristen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (auch IS, Daesh) weiterhin in Syrien zu bleiben, ist ein weiterer Beweis für ihre Unfähigkeit, zu einer Einigung zu gelangen. Dies erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview mit dem Fernsehsender „Euronews“.

Der Chefdiplomat habe betont, dass der Syrien-Dialog mit den Amerikanern dennoch recht pragmatisch sei:

„Wir versuchen trotzdem, sie zur Vernunft zu bringen, dass ihre früheren eidesstattlichen Versicherungen, sich nur für den Kampf gegen den IS in Syrien zu befinden, in Kraft bleiben müssen.“

Lawrow habe auch daran erinnert, dass die heutigen US-Pläne, in Syrien zu bleiben, den früheren Äußerungen des US-Außenministers Rex Tillerson widersprechen würden:

„Im Gegensatz zu dem, was der Außenminister Rex Tillerson mir sagte, erklären sie, dass sie in Syrien bleiben werden, nicht nur bis der letzte IS-Kämpfer dort vernichtet oder von dort vertrieben sein wird, sondern bis sich ein stabiler politischer Prozess etabliert hat und  mit einem politischen Übergang (was ein Euphemismus für Regimewechsel ist) vollendet wird, dessen Ergebnisse den USA genehm sein werden.“

Solche „Beweise für die Unfähigkeit, zu einer Einigung zu gelangen“ seien in den letzten Jahrzehnten seitens der USA und ihrer westlichen Partner  schon mehrmals beobachtet worden, unterstrich Lawrow.

Quelle: Sputnik

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