Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Russland Versuche vorgeworfen, „die Demokratie zu zerstören“, und erklärt, dass die russische Flagge „nirgendwo wehen darf“. Dies berichtete am Freitagabend der ukrainische TV-Sender TSN.

In seiner Rede  auf der 54.  Münchner Sicherheitskonferenz hat sich Poroschenko gegen die Durchführung der russischen Präsidentschaftswahl auf der Krim und ebenso gegen die Wiederherstellung der Vollmachten Russlands in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates ausgesprochen. Das Nord Stream-2-Pipelineprojekt bezeichnete der ukrainische Staatschef als „politische und energiewirtschaftliche Expansion“ Moskaus und als ein Projekt, das „mit Wirtschaftsinteressen nichts gemein hat“.

„Weder Politik noch Business dürfen getrennt von den Werten existieren. In Moskaus heutiger Politik hat ein ehrliches Spiel keinen Platz. Deshalb weht die russische Flagge nicht bei den Olympischen Winterspielen 2018“, erklärte Poroschenko.

Der Präsident der Ukraine hat Russland ferner beschuldigt, „einen hybriden Krieg entfesselt zu haben und ihn allmählich in einen Weltkrieg zu verwandeln“.

„Die Russische Flagge darf nirgendwo wehen, solange Russland fortfährt, einen weltweiten hybriden Krieg anzustiften und die russischen Kugeln auf unsere Symbole gezielt sind“, schloss er.

Kiew hatte Moskau zuvor wiederholt vorgeworfen, sich in die Angelegenheiten der Ukraine einzumischen. Russland verneint dies entschieden und bezeichnet diese Vorwürfe als unannehmbar. Moskau erklärt immer wieder, dass es keine Seite des innerukrainischen Konflikts sei und vor allem wolle, dass die Ukraine ihre politische und wirtschaftliche Krise überwindet.

Im Kreml hatte man auch die Beschuldigungen, Russland wäre angeblich an Hacker-Angriffen auf verschiedenste ausländische Strukturen beteiligt, entschieden als beweislos und unbegründet zurückgewiesen.

Quelle: Sputnik