Bundeswehrsoldaten fehlt es an Zelten, Schutzwesten und Winterbekleidung, schreibt die „Rheinische Post“ am Montag unter Berufung auf einen internen Bericht des Bundesverteidigungsministeriums.

Aus dem Bericht des Heereskommandos folgt, dass für den Zeitraum 2018 bis 2020 ein Bedarf von 10.282 „Unterbringungseinheiten“ gefordert sei. Es stünden aber nur 2500 zur Verfügung. Diese seien zudem gar nicht für die vorgesehenen Zwecke geeignet, schreibt das Blatt. Auch im Bereich der Schutzwesten und Winterbekleidung liege eine „Ausstattungslücke“ vor.

2019 soll Deutschland die Führung der Eingreiftruppe „Very High Readiness Joint Task Force“ (VJTF) in Osteuropa übernehmen. Diese „Einsatzgruppe mit sehr hoher Einsatzbereitschaft“ der Nato wird umgangssprachlich auch als „Speerspitze“ bezeichnet. Wenn die Bundeswehr jedoch für einen solchen Einsatz angefordert wird, ist laut dem Blatt nicht für alle Soldaten genügend Ausrüstung vorhanden. Diese Lücken sollen erst 2021 geschlossen werden.

Vor einigen Tagen hatte die „Welt“ unter Verweis auf ein vertrauliches Papier des Verteidigungsministeriums berichtet, dass die Bundeswehr nicht ausreichend einsatzbereite Kampfpanzer habe.

Quelle: Sputnik