Nach den jüngsten Attacken ukrainischer Extremisten auf mehrere russische Institutionen in Kiew erwartet Russland, dass die USA die Unterstützung des „Steinzeit-Nationalismus“ in der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern einstellen. Das erklärte die Botschaft Russlands in Washington am Sonntag.

„Wir erwarten, dass die Vertreter Washingtons aufhören, den Steinzeit-Nationalismus zu unterstützen. Nicht nur in der Ukraine, sondern auch in anderen Ländern Osteuropas. Wie die Geschehnisse in Kiew zeigen, führt das zu Pogromen, zur Eskalation von Fremdenfeindlichkeit und zu Extremismus“, hieß es im Statement.

Moskau schließt nicht aus, dass die Ausschreitungen in Kiew von Washingtons Beispiel inspiriert werden, nämlich von der Beschlagnahme des russischen diplomatischen Eigentums im September 2017. Das Außenamt betonte, dass dem radikalen Nationalismus in der Ukraine der Status staatlicher Politik verliehen worden sei. Kiews Behörden „verbreiten aktiv das Image eines äußeren Feindes in der Gestalt Russlands“.

„Russland hat sich mit der Forderung an die OSZE gewandt, auf die empörenden Ausbrüche des aggressiven Nationalismus operativ zu reagieren und einen dringlichen Bericht über das Geschehene zu veröffentlichen, damit sich alle OSZE-Länder dieser Barbarei bewusst sind“, so die Botschaft.

Am Sonntag hatten Rechtsradikale die Gebäude der russischen föderalen Agentur „Rossotrudnitschestwo“ sowie die Filialen der russischen Banken „Sberbank“ und „Alphabank“ mit Steinen beworfen und dort zahlreiche Fensterscheiben zerschlagen. Die Demonstrierenden beschmierten Gebäude mit offen gewaltbereiten und russophoben Aufschriften, darunter etwa „Tod dem Russland“, und zertraten und verbrannten die russische Flagge. Es war bereits der zweite Vorfall innerhalb von zwei Tagen.

Dabei unternahmen die vor Ort anwesenden Polizeikräfte nichts. Die russische Botschaft in Kiew übermittelte im Zusammenhang mit dem Pogrom dem Außenministerium der Ukraine eine Protestnote und forderte die Behörden des Landes auf, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen.

Quelle: Sputnik