In den letzten zehn Jahren wurden laut einem Whistleblower rund 60.000 Minderjährige von UNO-Mitarbeitern sexuell missbraucht. Ist die Organisation ein Pädophilenzentrum?

Von Marco Maier

Wie die britische Zeitung «The Sun» unter Berufung auf einen Whistleblower berichtet, gab es in den letzten zehn Jahren mindestens 60.000 Fälle von sexuellen Übergriffe und Vergewaltigungen auf Minderjährige, begangen von UNO-Mitarbeitern. Das heißt, dass im Durchschnitt von den UNO-Mitarbeitern täglich rund zwanzig solcher Übergriffe begangen wurden. Demnach sollen sich insgesamt rund 3.300 Pädophile unter den Beschäftigten der globalen Organisation befinden.

Das kritische Dossier wurde vom früheren leitenden UN-Vertreter Andrew Macleod an die damalige britische Ministerin für internationale Entwicklung unter Premierministerin Theresa May, Priti Patel, übergeben. Diese trat nach unautorisierten Treffen mit israelischen Vertretern im November letzten Jahres jedoch zurück.

Professor Macleod schätzte dabei, dass insgesamt rund 3.300 Pädophile für die verschiedenen Unterorganisationen der UNO arbeiten und tausende «lüsterne» Missbraucher ganz spezifisch Jobs suchen, bei denen sie Menschen Hilfe leisten um so an besonders verletzliche Frauen und Kinder geraten können. Weiters betonte er, dass dieser Missbrauchsskandal jenen der Katholischen Kirche gleichkäme. Zu den rund 60.000 Minderjährigen kommen wohl noch weitere zehntausende Frauen, die solchen Sexmonstern zum Opfer fielen.

So sagte er der Zeitung: «Es gibt zehntausende Hilfeleistende rund um die Welt die pädophile Tendenzen besitzen, aber wenn man ein UNICEF-T-Shirt trägt, fragt dich niemand, was du da tust.» Er betont weiter, dass man quasi straffrei tun könne was man wolle und dass dies «quer durch die Hilfsindustrie rund um die Welt endemisch» sei. «Dieses System versagt und es hätte schon vor Jahren gestoppt werden sollen», so Macleod.

Nun hofft man darauf, dass es eine großangelegte Untersuchung gibt, damit möglichst viele der Pädophilen und Vergewaltiger in den Reihen der UNO aus dem Verkehr gezogen werden können. Die Frage ist nur, welche Konsequenzen dies für die Organisation selbst hat, zumal man deren Hilfskräfte nun mit völlig anderen Augen sehen wird. Vor allem jedoch muss man sich fragen, wie hoch die ganze Vertuschungskette reicht, welche die ganzen sexuellen Übergriffe in den letzten Jahren doch weitestgehend im Verborgenen halten konnten.

Quelle: Contra Magazin