Die AfD hat in einer Umfrage erstmals die SPD bundesweit überholt. Mit 16 Prozent liegt die AfD jetzt vor der SPD.

Die AfD hat in einer Umfrage erstmals die SPD bundesweit überholt. In der neuen INSA-Umfrage für die „Bild“-Zeitung landen die Sozialdemokraten nach dem Chaos der letzten Wochen bei nur noch 15,5 Prozent, die AfD liegt knapp vor der SPD mit 16 Prozent.

Die Union kann etwas zulegen auf 32 Prozent und ist damit mehr als doppelt so stark wie die SPD. Die FDP landet bei 9 Prozent, die Linke bei 11 Prozent, die Grünen kommen unverändert auf 13 Prozent. Damit würde es nach dieser Umfrage auch nicht mehr für eine große Koalition reichen.

Kohnen: Von Umfragen nicht verrückt machen lassen

Mit Blick auf das weitere Absinken der SPD in Meinungsumfragen hat SPD-Vize Natascha Kohnen vor Panikreaktionen gewarnt. „Es macht keinen Sinn, sich in irgendeiner Form verrückt zu machen“, sagte Kohnen am Montag der „Huffington Post Deutschland“.

Kritik übte Kohnen an der „NoGroKo“-Kampagne der Jusos, in der deren Vorsitzender Kevin Kühnert mit „Untergangsszenarien“ Werbung gegen eine große Koalition mache. Zu Warnungen Kühnerts, die SPD könne „schnell verschwinden“, sagte Kohnen: „Solche Aussagen sind nicht hilfreich.“

„Jedes Mitglied muss nun den Koalitionsvertrag inhaltlich für sich bewerten. Und ich finde, da haben wir echt was rausgeholt“, sagte Kohnen weiter mit Blick auf die derzeit anlaufende SPD-Mitgliederbefragung über den Koalitionsvertrag. Deren Ergebnis soll am 4. März bekanntgegeben werden.

Die stellvertretende Parteichefin äußerte die Erwartung, dass sich eine Mehrheit für eine Regierungsbeteiligung entscheiden werde. Allerdings hob Kohnen mit Blick auf die SPD-Mitglieder weiter hervor: „Aber jeder von denen hat auch im Blick, dass sich die Partei nun erneuern muss.“

Quelle: Epochtimes