Schweden ist laut Verteidigungsminister Peter Hultqvist bereit, eigene Truppen in das ostukrainische Kriegsgebiet Donbass zu entsenden, um die mögliche Blauhelmmission der Vereinten Nationen zu unterstützen.

Nach der Münchener Sicherheitskonferenz habe der Minister ein vorläufiges Signal für die  Entsendung von Soldaten in die Ukraine gegeben, betitelt der schwedische Hörfunk Sveriges Radio ein Interview mit Hultqvist.

Auf die Frage, ob schwedische Soldaten an der russischen Grenze operieren würden, sagte der Minister, es sei noch nicht bekannt, wie der Friedenseinsatz aussehen werde, er wolle daher „keine Vermutungen anstellen“.

Russlands Präsident, Wladimir Putin, hatte zuvor angeregt, UN-Friedenssoldaten im Konfliktgebiet zu stationieren, um so die Sicherheit der dort bereits seit Jahren eingesetzten OSZE-Beobachter zu gewährleisten. Die ukrainische Regierung erklärte, sie werde eine UN-Mission nur mittragen, wenn die Blauhelme im ganzen Donbass bis zur russischen Grenze stationiert sein sollen.

Im Osten der Ukraine schwelt seit mehr als drei Jahren ein militärischer Konflikt, der bereits mehr als 10.000 Menschenleben gefordert hat. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Putsch in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Formell gilt in der Region seit September 2015 eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder verletzt wird.

Quelle: Sputnik