Litauen will Brüssel bitten, die EU-Finanzhilfe für das Land nicht sofort zu stoppen. Dies teilte der Berater der litauischen Präsidentin, Nerijus Aleksiejūnas, gegenüber dem Rundfunksender „Ziniu radijas“ mit.

Entsprechend den Vereinbarungen mit der EU bekommt Litauen Finanzhilfe von Brüssel, bis das litauische Bruttoinlandsprodukt 75 Prozent des EU-Durchschnitts ausmacht. Laut Aleksiejūnas hat das Land dieses Niveau hat bereits erreicht. Allerdings sind die Behörden Litauens offenbar nicht bereit, auf die EU-Hilfe endgültig zu verzichten:

„Entsprechend den geltenden Vorschriften soll die EU-Finanzierung des Landes zurückgehen. Wir setzen uns die Aufgabe durchzusetzen, dass dies nicht plötzlich, sondern allmählich vor sich geht», sagte Aleksiejūnas.

Da die EU zurzeit an ihrem Haushalt für das Jahr 2020 arbeite, müssten die litauischen Behörden ihre Vorschläge zur Fortsetzung der Finanzhilfe  unterbreiten, bevor der Haushaltsentwurf erarbeitet sei.

Jeder Euro, den Litauen in den gesamteuropäischen Haushalt einzahle, bringe sechs bis sieben Euro EU-Finanzhilfe in den litauischen Fiskus, betonte Aleksiejūnas.

Die für 2018 geplanten Haushaltseinnahmen des Landes betragen etwa neun Milliarden Euro. Dazu soll die EU Litauen 2,3 Milliarden Euro zusätzlich bereitstellen.

Quelle: Sputnik