Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hält heute eine Rede im UN-Sicherheitsrat. Beobachter erwarten, dass er dabei die Vollmitgliedschaft in der Weltorganisation und die Anerkennung eines eigenen Palästinenserstaats fordern wird.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will am Dienstag in einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat für eine neue internationale Nahost-Friedensinitiative werben.

In seiner Rede will Abbas nach Angaben seiner Berater Alternativen zur bisherigen dominierenden Rolle der USA bei den Friedensbemühungen aufzeigen.

Die Palästinenserführung wirft der US-Regierung unter Präsident Donald Trump eine einseitige Parteinahme für Israel vor und will sie nicht mehr als Hauptvermittler akzeptieren.

Abbas-Berater Nasser al-Kudwa sagte im Vorfeld, eine neue Friedensinitiative könne etwa im so genannten 5+1-Format erfolgen – damit sind die fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder plus Deutschland gemeint. In diesem Format waren die Verhandlungen im Atomstreit mit dem Iran geführt worden.

Al-Kudwa sagte, für die Palästinenser sei auch eine große internationale Friedenskonferenz denkbar. Für Abbas ist es die erste Rede vor dem UN-Sicherheitsrat seit 2009.

Quelle: Epochtimes