Die amtliche Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, hat der Agentur Sputnik und dem Fernsehsender RT „Verantwortung“ für einen Gewaltstopp in Syrien auferlegt, jedoch nicht gesagt, was sie genau damit meinte.

„Ich würde Sie alle (Journalisten) aufrufen, diese Frage an Wladimir Putin, RT und Sputnik zu richten und sie darauf anzusprechen, was sie tun, um die Zerstörungen, den Tod und das Morden in Syrien zu stoppen. Mich würde interessieren, was sie darauf sagen würden. Sie könnten bestimmt mehr dafür tun. Sie tragen Einzelverantwortung dafür“, so Nauert.

Laut der Sprecherin hat Washington nicht nur einmal die russische Regierung gebeten, mit der Unterstützung der Behörden in Damaskus aufzuhören, die nach Meinung der USA am Tod von Zivilisten schuld seien.

Die USA haben die syrischen und die russischen Behörden für den „Gewaltausbruch“ in Ost-Ghuta, einem Vorort von Damaskus, verantwortlich gemacht. Nach UN-Angaben waren in diesem Bezirk 348 Zivilisten ums Leben gekommen und weitere 878 verletzt worden. Moskau hat diese Anschuldigungen zurückgewesen.

Nauert äußerte sich dabei nicht zur Verantwortlichkeit der Medien und der Regierung der USA und der zur US-Koalition gehörenden westlichen Länder für den Tod von Zivilisten in Syrien — vor dem Hintergrund der am Donnerstag veröffentlichten neuen Angaben über Tote unter Zivilisten.  Nach eigenen Angaben der Koalition sind seit dem Beginn der Militäroperation der USA und ihrer Verbündeten im Irak und in Syrien im August 2014 insgesamt 841 Menschen getötet worden. Weitere 485 Berichte über den Tod von Zivilisten sollen noch untersucht werden.

Quelle: Sputnik

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