Russland und die USA erfüllen ihre Verpflichtungen zum INF-Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme. Dies hat das US-Außenministerium am Donnerstag bestätigt, als es Auskunft über den Abbau der Kernwaffenarsenale durch beide Länder gemäß der am 5. Februar 2011 in Kraft getretenen Vereinbarung gab.

Die angeführten Daten entsprechen dem Stand vom 5. Februar 2018 und widerspiegeln die von beiden Seiten zur Verfügung gestellte Statistik.

Die USA verfügen demnach über 652 operativ entfaltete Trägermittel für Kernwaffen – interkontinentale ballistische Raketen, schwere Bombenflugzeuge, U-Boot-gestützte ballistische Raketen —  und 1350 Gefechtsköpfe darauf. Russland besitzt 527 Trägermittel und 1444 Gefechtsköpfe.

Insgesamt beziffern sich die entfalteten und nicht entfalteten Startanlagen für interkontinentale ballistische Raketen und U-Boot-gestützte ballistische Raketen sowie die schweren Bomber laut dem US-Außenministerium in den USA auf 800, in Russland – auf 779.

Der INF-Vertrag war am 8. April 2010 unterzeichnet worden. Ihm zufolge darf das Kernwaffenarsenal einer jeden Seite 1550 nukleare Gefechtsköpfe und ebenso 700 interkontinentale ballistische Raketen, schwere Bomber und U-Boot-gestützte ballistische Raketen nicht übersteigen. Laut Vertrag sind die Seiten zu einem zweimaligen Informationsaustausch pro Jahr über die Anzahl ihrer Gefechtsköpfe und Trägermittel verpflichtet.

Der US-Außenminister Rex Tillerson hatte sich wiederholt dafür ausgesprochen, dass Moskau und Washington fortfahren, ihr Kernwaffenarsenal abzubauen. Das sei eine jener Sphären, in denen die Amerikaner das Zusammenwirken mit Russland erhalten müssten. Präsident Donald Trump hatte indessen im Februar 2017 seine Unzufriedenheit hinsichtlich des INF-Vertrags geäußert, obwohl dieser Vertrag selbst im Pentagon unterstützt wird.

Quelle: Sputnik