Bundeskanzlerin Merkel will noch vor dem CDU-Parteitag ihre Kabinettsliste vorstellen. Aus Unionskreisen wird jetzt bekannt: Ursula von der Leyen könnte auf dieser Liste fehlen — obwohl ihr Posten als bereits gesetzt galt.

Die amtierende Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen könnte möglicherweise auf der neuen Kabinettsliste der CDU fehlen, berichtet n-tv und beruft sich auf Informatonen aus Unionskreisen. Die Kabinettsliste wird am Sonntag durch Bundeskanzlerin Angela Merkel bekanntgeben. Am Montag findet dann der CDU-Parteitag statt.

Stimmung in der Bundeswehr katastrophal

Unterschiedliche Quellen berichten, dass die Stimmung innerhalb der Bundeswehr katastrophal und die Truppe nur bedingt einsatzbereit wäre. Laut n-tv genießt von der Leyen weder unter den Soldaten, noch unter ihren sogenannten Parteifreunden Rückhalt.

Dort heißt es weiter, das die 59-Jährige immer ihre eigene Agenda hatte, so ein Abgeordneter.

Abwanderung von Soldaten zur AfD soll verhindert werden

Das wäre wohl auch mit ein Grund für die Abberufung. Mit einer Neubesetzung des Ministeriums soll zudem ein Überlaufen zur AfD in Scharen, der Bundeswehrsoldaten verhindert werden, wie es unter den Polizisten bereits stattfand, schreibt n-tv.

Sowohl der geschäftsführende Gesundheitsminister Hermann Gröhe oder auch Finanz-Staatssekretär Jens Spahn werden als mögliche Nachfolger gehandelt.

Laut n-tv wäre für viele Konservative Spahn der Favorit. Allerdings ist dieser auch Merkels prominentester Kritiker innerhalb der CDU. Daher werden ihm wenig Chancen für den Posten des Verteidigungsministers gegeben.

Eher wahrscheinlich ist da schon ein Posten in einem Ministerium, wie etwa Bildung oder Landwirtschaft. Spahn, so heißt es, habe signalisiert, für jedes Ministerium zur Verfügung zu stehen, berichtet n-tv.

Von der Leyen könnte nach Brüssel gehen oder zur NATO

Was von der Leyen betrifft, so könnte sie ab 2019 als Kommissarin nach Brüssel wechseln, lässt n-tv verlauten.

Aus informierten Kreisen auf der Münchner Sicherheitskonferenz verlautete, dass sie auch als künftige  NATO Generalskretärin gehandelt würde. Der Wechsel als Nachfolgerin von NATO-Chef Jens Stoltenberg stünde allerdings erst 2020 an.

Bereits seit 2013 ist die CDU-Politikerin Bundesministerin der Verteidigung im Kabinett Merkel. Von 2009 bis 2013 war von der Leyen Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Von 2005 bis 2009 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Quelle: Epochtimes