Regelmäßig passieren russische Kriegsschiffe in internationalen Gewässern den Ärmelkanal – und befinden sich dabei in unmittelbarer Nähe zu Großbritannien. Nun haben britische Medien der Marine Unfähigkeit vorgeworfen, wenn es um die Begleitung russischer Schiffe geht.

Wie das britische Nachrichtenjournal «The Telegraph» berichtet, haben zahlreiche Experten die britische Kriegsmarine dafür kritisiert, dass sie russische Kriegsschiffe, die vor kurzem den Ärmelkanal passiert haben, nur mit einem Hubschrauber und einem Patrouillenschiff begleiten konnten.

Experten sollen dabei darauf hingewiesen haben, dass der Mangel an Fregatten zur Begleitung russischer Flottenverbände generell die Fähigkeit Großbritanniens zur schnellen Reaktion auf potentielle Bedrohungen in Frage stelle.

Diese Situation soll sich vor allem aus Kürzungen im Militärhaushalt ergeben haben.

„Vor weniger als fünf Jahren hatte man in der britischen Marine erklärt, dass Patrouillenschiffe für diese Aufgaben nicht geeignet seien. Eine Frage – was hat sich seitdem verändert?“, zitiert das Blatt den schottischen Politiker Luke Skipper.

Ein Vertreter der Marine entgegnete den Vorwürfen, das Land besitze ja eine Fregatte – sie werde notfalls auch für diese Ziele eingesetzt.

Zuvor wurde berichtet, dass ein russischer Flottenverband den Ärmelkanal passiert hat. Um diesen abzufangen und zu begleiteten, entsandte Großbritannien das Patrouillenschiff Mersey und den Hubschrauber Wildcat.

Quelle: Sputnik