Angela Merkel zerstört mit ihrem Eigensinn die CDU, Deutschland und die EU. Die herrschende politische Klasse unterstützt sie dabei.

Von Marco Maier

Wer erinnert sich noch an den Juli 2015, als die Union in den Umfragen noch bei 43 Prozent stand und die AfD bei mickrigen drei Prozent? Merkels «Wir schaffen das» sorgte dafür, dass CDU und CSU nun bei etwa dreißig Prozent liegen während die AfD sich mit 15-16 Prozent daran macht, sogar die lädierte SPD zu überholen und zweitstärkste politische Kraft in Deutschland zu werden.

Zwar mussten Merkel und ihre CDU in der letzten Zeit hinsichtlich der Migrations- und Asylpolitik wieder ein wenig zurückrudern, weil der Druck von Parteibasis und Bevölkerung zu groß wurden, doch der Schaden ist bereits angerichtet. Mehr als eine Million Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Nordafrika sind bislang nach Deutschland geströmt, weitere Millionen werden noch folgen. Die ethnische Zusammensetzung Deutschlands hat sich im Laufe ihrer Amtszeit dramatisch verändert – und eine Rückabwicklung dessen ist absolut nicht in Sicht.

Doch nicht nur ihre eigene Partei und ihr eigenes Land opfert sie ihrem Eigensinn. Auch die EU droht deswegen zu zerbrechen. Schon der Brexit geht unter anderem (aber nicht nur) auf ihre Kappe – und jene der deutschen Bundesregierung insgesamt. Das heißt aber auch: Dem Merkel-Kurs ist es zu verdanken, dass nun über die Gelder-Verteilung neu verhandelt wird, weil der Nettozahler Großbritannien weg ist. Und wenn dann aus Deutschland auch noch (wie üblich oberlehrerhaft) gefordert wird, dass jene EU-Staaten die auch vermehrt Asylbewerber aufnehmen (bzw. von Deutschland übernehmen) mehr Geld erhalten sollen als jene, die sich dem verweigern, dann sorgt dies erst recht für massiven Unmut.

Es kann ja nicht angehen, dass Merkel erst die Schleusen öffnet, Millionen von Migranten sich dann auf den Weg ins gelobte Land machen und dann die Hauptverantwortlichen (in Form von Merkel und Politlakaien) auch noch in gewohnt diktatorischer Manier die anderen Staaten dazu drängen, diese dann zu übernehmen, auch wenn sie diese gar nicht haben wollen. Inzwischen steht die einstige «Führerin Europas» recht mutterseelenalleine da. Allein diplomatischen Floskeln entgegen bekommen sie und ihre Anhängerschaft auf EU-Ebene in Wirklichkeit nämlich immer öfter die kalte Schulter präsentiert. Nicht mehr Merkel, sondern vielmehr Macron hat die Themenführerschaft in Europa inne.

Doch all der Schaden – ob nun Schulden-/Eurokrise, Migrationskrise oder Brexit – sorgt dafür, dass nun auch der Europäischen Union der Zerfall droht. Ungarn und Polen, die immer wieder politisch attackiert werden, sind genauso Austrittskandidaten wie Dänemark, welches ebenso einen eigenen Weg geht. Italien könnte zumindest die Eurozone verlassen und Griechenland wäre da ebenso ein solcher Kandidat. Und je mehr «die Deutschen» (vorrangig Merkel & Co) so agieren wie bisher, umso schneller wird dieser Zerfallsprozess voranschreiten.

Merkel ist die Totengräberin ihrer eigenen Partei, Deutschlands und der Europäischen Union. Unterstützt wird sie dabei von einer hündisch-unterwürfig agierenden politischen Klasse, in der kaum jemand von Rang und Namen auch nur ansatzweise die Eier besitzt, auf den Tisch zu klopfen und zu sagen, dass es so einfach nicht gehen kann. Doch diese Vernichtung haben sich die CDU, die Bundesrepublik und der Brüsseler Eurokraten-Moloch verdient. Bleibt nur die Hoffnung, dass danach vielleicht etwas Besseres kommt.

Quelle: Contra Magazin

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