Der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım hat am Sonntag Griechenland und Zypern vor der Erzeugung von Spannungen in der Region gewarnt.

Bei seiner Rede anlässlich der Einweihungszeremonie der neuen Generation eines U-Boots in der Werftkommandantur Gölcük bei Kocaeli sagte Yıldırım, dass einige Länder der Region im Mittelmeer und in der Ägäis zur Eskalation der Spannungen beitragen würden, sie aber wissen müssten, dass sie keine Fehler begehen dürfen. «Die türkischen Streitkräfte werden auf jegliche Bedrohung tatkräftig reagieren», so Yıldırım.

Ankara hat am Samstag als Reaktion auf die EU-Warnung, die Provokationen im Mittelmeer und in der Ägäis einzustellen, weite Teile der griechischen und zypriotischen Küste zu einem Sperrgebiet erklärt.

Zudem wandte sich die Türkei gegen die Öl- und Gasexplorationen westlicher Unternehmen, insbesondere der Amerikaner, vor der zyprischen Küste und den Inseln in der Ägäis.

Der Streit zwischen der Türkei und Zypern um geplante Erdgasforschungen im Südosten der Mittelmeerinsel spitzte sich kürzlich weiter zu. Teile der ausschließlichen Wirtschaftszone von Zypern, gehören der Regierung in Ankara zufolge zum türkischen Festlandssockel bzw. zu dem von der Türkei abhängigen türkischen Norden der Insel Zypern.

Die kleine Inselrepublik Zypern ist nach einem griechischen Putsch und dem Einmarsch des türkischen Militärs seit 1974 geteilt. Unter dem Meeresboden südlich der Insel werden reiche Erdgasvorkommen vermutet.

(ParsToday)