Nach neuerlichen Luftangriffen auf die syrische Rebellen-Region Ost-Ghuta hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Montag eine sofortige Umsetzung der vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen 30-tägigen Feuerpause gefordert.

Zum Auftakt der Jahressitzung des Menschenrechtsrats in Genf begrüßte Guterres es, dass sich der UN-Sicherheitsrat nach tagelanger Debatte auf eine entsprechende Resolution geeinigt hatte. Doch hätten derartige Entschließungen nur einen Sinn, wenn sie auch umgesetzt würden und Bestand hätten, erklärte Guterres.

Trotz der UN-Resolution setzte die syrische Regierung ihre Angriffe auf das belagerte Rebellen-Gebiet nahe Damaskus zunächst fort. Dabei wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte seit Sonntag 24 Menschen getötet, unter ihnen auch viele Kinder. Ein Kind starb zudem bei einem mutmaßlichen Chemiewaffenangriff in dem Gebiet. 13 weitere Menschen litten unter schweren Atemproblemen.

Nach den Worten von UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra’ad al-Hussein sind Syrien und andere Konfliktregionen inzwischen zu den schlimmsten «Schlachthöfen» der jüngsten Geschichte verkommen.

Quelle: Afp