Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft hat ein Verfahren gegen den Anwalt Alexander Goroschinskij und seine Kollegin Olga Prosjanjuk eingeleitet, die den ukrainischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch vertreten. Der Anwalt Goroschinskij kommentiert das Verfahren.

Goroschinskij gibt bekannt, nach Ansicht der Verteidigung „arbeite“ einer der für Janukowitsch bestimmten kostenlosen Anwälte „zugunsten der Anklagebehörde“. Goroschinskij sei „zum Gerichtstermin als Verteidiger vertragsgemäß erschienen“, was ein automatisches Erlöschen der Vollmacht des kostenlosen Anwalts bedeute. Dieser habe „jedoch den Gerichtssaal nicht verlassen“.

Der Anwalt ist der Meinung, das Verfahren gegen ihn und Prosjanjuk sei nur aus „dem Wunsch der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft veranlasst“, sie aus dem Verfahren gegen Janukowitsch zu „entfernen“. „Das bedeutet, dass wir unbequeme Anwälte sind, und die Anklagebehörde wird alles tun, um unsere Teilnahme am Verfahren zu verhindern“, so der Anwalt.

Goroschinskij unterstreicht, er erfülle nur den Auftrag seines Mandanten.

Er habe versucht, so Goroschinskij, zusätzliche Beweise in das Verfahren einzubringen. Er sei aber rechtswidrig aus dem Gerichtssaal entfernt und ein Verfahren gegen ihn eingeleitet worden. Durch dieses Verfahren versuche die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft, Druck auf ihre Opponenten auszuüben, sagt Goroschinskij.

Janukowitsch, der von 2010 bis 2014 das Präsidentenamt in der Ukraine bekleidet hatte, verließ nach dem gewaltsamen Machtwechsel infolge der Euro-Maidan-Aktivitäten in Kiew und anderen Städten sein Land. In der Ukraine wurden gegen ihn mehrere Strafverfahren eingeleitet und sein Vermögen eingefroren.

Quelle: Sputnik

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