Die Gefahr der Nachwuchsgewinnung radikaler Islamisten über das Internet hat nach Ansicht des Bundeskriminalamts (BKA) zugenommen. «Die Propaganda ist professioneller geworden und wird mittlerweile zielgruppengerecht produziert», sagte eine BKA-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Die Verlagerung der dschihadistischen Propaganda auf soziale Medien wie YouTube, Facebook oder Twitter und Messengerdienste wie Telegram und WhatsApp hätten den Zugriff und den Konsum der Propaganda wesentlich einfacher gemacht. Der Inhalt werde inzwischen zudem in mehreren Sprachen veröffentlicht.

An der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz geht eine Forschergruppe seit einem halben Jahr dem «Dschihadismus im Internet» in Filmen und Bildern auf den Grund. «Dschihadisten wissen auf hochprofessionelle Weise mit Bildermedien umzugehen und ein Publikum anzusprechen», sagt Islamforscher und Gruppenleiter Christoph Günther. «Es wird mit Botschaften gespielt, die beim Zuschauer ankommen, aber die von ihnen nicht bewusst reflektiert werden.» Bilder sind aus seiner Sicht geeignet, sprachliche Grenzen zu überschreiten. Sie sind Propaganda, mit der auch Anhänger gewonnen werden sollen.

Quelle: RT

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