Der Kreistagsabgeordnete und Fraktionschef der Linken im Osnabrücker Kreistag Andreas Maurer, der sich zurzeit auf der Halbinsel Krim als Beobachter bei den russischen Präsidentschaftswahlen aufhält, hat die Ansicht geäußert, dass der Westen eine hohe Wahlbeteiligung auf der Krim fürchtet.

Maurer fragt sich, warum die Wahlen in Russland im Westen so aufmerksam verfolgt werden. Und er hat die Antwort parat: Dort werde eine hohe Wahlbeteiligung auf der Krim befürchtet. Es sei sogar nicht so wichtig, für wen die Menschen stimmen würden. Nach den Wahlen werde es für den Westen schwer, zu argumentieren  oder neue Gründe zu finden, um zu bestätigen, warum die Menschen gekommen seien und ihre Stimme abgegeben hätten. Maurer brachte sein Bedauern zum Ausdruck, dass die OSZE keine Beobachter auf die Krim geschickt habe.

Er unterstrich, dass die EU einen Fehler begehe, denn wenn der Westen überzeugt sei, dass die Wahlen nicht auf demokratische Weise durchgeführt würden, so müsse gerade der Westen aus diesem Grund sehr viele Beobachter hierher schicken, um die Verstöße festzustellen.  Allerdings seien keine Beobachter gekommen, weil sie wüssten, dass sie hier nichts Negatives finden würden, so Maurer. Er fügte hinzu, dass bei diesen Wahlen das Schicksal der Krim entschieden werde.

Die Krim hatte sich nach einem Referendum im März 2014, bei dem die überwiegende Mehrheit der Halbinselbewohner für die Wiedervereinigung mit Russland votiert hatte, der Russischen Föderation angeschlossen.

Quelle: Sputnik