An dem Tag, als sich in einem Einkaufszentrum im westsibirischen Kemerowo eine Tragödie ereignete, hat der Westen Russland in Worten seine Unterstützung zugesichert, in der Tat aber eine „durch nichts begründete Aggression“ gezeigt. Das schreibt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Dienstag auf Facebook.

„Heute haben wir vieles von der Politik der europäischen Länder und der USA verstanden. In jenen Minuten, als alle Russen den Opfern der Tragödie in Kemerowo Mitleid zeigten, war es für sie wichtiger, neue feindliche Handlungen zu verkünden“, so Sacharowa.

Wie sie ferner ausführte, hat Russland bei derartigen Tragödien immer mit Europäern und Amerikanern mitgetrauert.

„Heute haben wir Mitgefühl gehört, de facto aber eine ‚durch nichts begründete Aggression‘ gesehen. Es ist schwer zu glauben. Dies ist schwer zu vergessen“, schrieb die Sprecherin.

Am Montag hatten 14 EU-Länder sowie die USA, Kanada und die Ukraine die Ausweisung russischer Diplomaten im Zusammenhang mit dem Vorfall im britischen Salisbury beschlossen.

Dort wurden am 4. März der 66-jährige ehemalige russische GRU-Agent und übergelaufene Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia bewusstlos aufgefunden und mit Anzeichen einer Vergiftung in ein Krankenhaus gebracht, wo beide ins Koma fielen.

Premierministerin Theresa May erklärte, dass hinter dem mutmaßlichen Giftanschlag „höchstwahrscheinlich“ Russland stecke. Russland weist den Vorwurf zurück.

Am Sonntag war im Einkaufszentrum „Simnjaja Wischnja“ (dt.: „Winterkirsche“) im westsibirischen Kemerowo ein Feuer ausgebrochen. Die Brandfläche umfasste 1500 Quadratmeter. An der Feuerbekämpfung waren über 210 Menschen und 48 technische Einheiten beteiligt. Nach jüngsten Angaben kamen bei dem Brand 64 Menschen ums Leben, darunter zahlreiche Kinder. In Kemerowo wurde eine dreitägige Trauer ausgerufen.

Quelle: Sputnik Deutschland

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