Vor dem Hintergrund des Skripal-Falls hat nun auch Montenegro die Ausweisung eines russischen Diplomaten beschlossen. Das gab die Regierung der Republik am Mittwoch bekannt.

„Die Regierung Montenegros hat beschlossen, einen bei der russischen Botschaft akkreditierten  diplomatischen Vertreter zur Persona non grata zu erklären und die Erlaubnis für die Tätigkeiten des russischen Ehrenkonsuls in Montenegro zurückzuziehen“, heißt es.

Die russische Botschaft in Podgorica sei darüber bereits informiert worden. Nun müsse der diplomatische Vertreter binnen sieben Tagen Montenegro verlassen.

Am Dienstag hatte der montenegrinische Premier Duško Marković mitgeteilt, dass die Regierung der Republik in den kommenden zwei Tagen über die Diplomaten-Ausweisung entscheiden werde.

Am Montag hatten 17 EU-Staaten, darunter auch Deutschland, sowie die USA, Kanada und andere Länder aus „Solidarität“ mit London insgesamt mehrere Dutzend russische Diplomaten ausgewiesen. Russische Politiker zeigen sich stutzig über die Massenausweisungen und versprechen eine Antwort.

Am 5. März war bekannt geworden, dass der ehemalige Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. London behauptet, die beiden seien mit dem Nervengift A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

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