Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat auf den gelöschten Tweet des britischen Ministeriums, in dem behauptet wurde, dass die Substanz, mit dem der russische Ex-Spion Sergej Skripal in Großbritannien vergiftet wurde, russischer Herkunft sei, reagiert, indem sie London des Lügens bezichtigt hat.

„Großbritannien hat jetzt sein eigenes ‚Reagenzglas der Schande‘. Das ist dieser entfernte Tweet des britischen Außenministeriums, in dem behauptet wurde, dass das Chemielabor Porton Down die Herkunft der Substanz, mit der die Skripals London zufolge vergiftet wurden, festgestellt habe. Lügner», schrieb Sacharowa auf ihrer Facebook-Seite am Donnerstag.

Am Mittwoch hatte das britische Außenministerium einen seiner Tweets entfernt, demzufolge die Substanz, mit dem der russische Ex-Spion Sergej Skripal in Großbritannien vergiftet wurde, russischer Herkunft sei. Auf Anfrage gab die Behörde eine Erklärung für ihre Entscheidung ab: Der Tweet habe die Worte des britischen Botschafters in Russland, Laurie Bristow, angeblich nicht zur Gänze wiedergegeben.

Am Dienstag hatten die Experten des britischen Chemielabors Porton Down die genaue Herkunft des Nervengiftes, mit dem der russisch-britische Ex-Doppelagent Sergej Skripal vergiftet wurde, nicht nachweisen können. Das teilte Laborchef Gary Aitkenhead dem TV-Sender Sky News mit.

Daraufhin hieß es aus dem britischen Außenministerium, dass die Vorwürfe gegen Moskau in Bezug auf den Giftanschlag auf den Ex-Spion Sergej Skripal nicht ausschließlich auf Erkenntnissen des Chemielabors, sondern teilweise auf Informationen der britischen Geheimdienste basiert hätten.

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