Viktoria Skripal, die Nichte des mutmaßlich vergifteten ehemaligen Spions Sergej Skripal, hat am Samstag in der russischen Talkshow «Pust Govoryat» (Lasst sie sprechen) eine Kopie ihres Briefes an die britische Premierministerin Theresa May vorgelesen. Diesen hatte sie geschrieben, weil britische Behörden ihren Antrag auf ein Visum zum Besuch ihrer Verwandten in England abgelehnt hatte.

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«Sobald ich die Ablehnung [des Visums] sah, sagte ich mir, dass ich direkt an Theresa May und die UNO schreiben würde», verriet Viktoria. In ihrem Brief appellierte die Skripal-Nichte an die Emotionen der Premierministerin, indem sie diese daran erinnerte, dass es «im Epizentrum dieses Skandals echte Menschen gibt; das ist unsere Familie, die jetzt zusammen sein muss».

Sie kommentierte auch ihr jüngstes Telefongespräch mit Julia und behauptete, dass ihre Cousine «nicht ihre eigenen Worte» verwendet habe: «Von Anfang an war ich froh, dass Julia mich angerufen hat, aber es war mir klar, dass sie nicht mit ihren eigenen Worten sprach. Man konnte es nicht am Telefon hören, aber ich hörte jemanden sagen: ‘Du kannst reden.’ Sie wurde offensichtlich [von jemandem] durcheinandergebracht und [jemand] wählte meine Nummer für sie, weil sie sich offensichtlich nicht an alle neun Ziffern meiner Handynummer erinnerte. Eigentlich hätte sie meine Privatnummer angerufen, aber aus irgendeinem Grund rief sie auf meinem Handy an.»

Auch erklärte Viktoria, dass sie verwundert darüber war, dass Julia plötzlich mit ihr sprechen konnte, da es die ganze Zeit in den Medien geheißen hatte, dass diese sich erst noch auf dem Weg der Besserung befinde. «Aber mein Unterbewusstsein [verstand es nicht], wie das passieren konnte, wenn sie sich doch gerade erst erholte [laut Medien]. Wie konnte sie dann mit mir reden?»