Wenige Tage nach der Aufregung um die jüngsten Äußerungen US-Präsident Donald Trumps über einen Rückzug der US-Soldaten aus Syrien ist die Region Duma in Ost-Ghuta mit Chemiewaffen angegriffen worden.

Terroristen, die gegen die syrische Armee kämpfen behaupten, dass die Regierungskräfte den Giftgasanschlag verübt haben. Laut Medienberichten sind bei dem Chlorgasangriff am Samstagabend in Duma mindestens 75 Menschen getötet worden. Im Zuge der Propaganda westlicher Medien machte Donald Trump Russland, Iran und Syrien für den Anschlag verantwortlich und schrieb auf Twitter, diese Länder hätten einen «hohen Preis» zu zahlen.

Zur Möglichkeit eines US-Angriffs als Reaktion auf den Chemiewaffenangriff erklärte Thomas Bossert, Berater für Heimatschutz im Weißen Haus, er könne nichts ausschließen.

Bei dem Giftgasangriff auf Chan Shaikhun im April 2017 waren mehr als 80 Menschen getötet worden. Vor gut einem Jahr wurden auf Anweisung Trumps unter dem Vorwand der Chemieangiffe auf Chan Shaikhun, Marschflugkörper auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt abgefeuert, ohne jedoch einen Beweis dafür vorzulegen, dass die syrische Regierung und Armee Gifgasangriffe auf syrische Bürger ausgeübt haben.

Nach Trumps Äußerungen über einen bevorstehenden Abzug der US-Truppen aus Syrien, soll die mächtige Bewegung für eine weitere politisch-militärische US-Präsenz in Westasien insbesondere in Syrien, darum bemüht sein, die Entscheidung des US-Präsidenten unter verschiedenen Vorwänden zu ändern und ihn vor vollendende Tatsachen zu stellen.

Allerdings ist es auf der umstrittenen Sitzung des UN-Sicherheitsrates den meisten Mitgliedern des Gremiums gelungen, Trump zu einem Umdenken diesbezüglich zu bewegen. Das Pentagon teilte danach mit, die US-Strategie gegenüber Syrien werde nicht geändert. Trump jedoch hob erneut die Ineffektivität der US-Kriege in der Region hervor.

Um die Bedenken, die zur Sorge unter den syrischen Terroristen sowie bei Saudi-Arabien und dem israelischen Regime geführt hatten, auszuräumen, wurden die wehrlosen Syrer nun wieder mit Giftgas angegriffen.

Trump sollte somit in eine Richtung bewegt werden, in der sich auch schon die Ex-US-Präsidenten in Vietnam, Afghanistan und im Irak befanden. Zuvor war bereits klar geworden, dass viele Nutznießer der Kriegshandlungen, die sich in und außerhalb der USA befinden, nicht zulassen, dass sich der US-Präsident entgegen der aktuellen Strömung bewegt.

Die US-Intervention in Vietnam wurde nach dem Tonkin-Zwischenfall ausgeweitet. Die Atmosphäre über dem Golf von Tonkin, der ausgedehnten Bucht zwischen der Gegend um Nordvietnams Hauptstadt Hanoi und der vorgelagerten Insel Hainan war im Hochsommer 1964 gespannt. In den Tagen zuvor hatte es im Krieg zwischen südvietnamesischen Einheiten und Nordvietnam wieder Feuergefechte gegeben. Eine Seite wurde von den USA unterstützt.

Nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington am 11. September 2001 begannen die USA auch den Krieg in Afghanistan.

Ihren Militäreinsatz im Irak starteten sie Ende März 2003 unter dem Vorwand, Massenvernichtungswaffen zu beseitigen. Die Chemieangriffe auf Chan Shaikhun und Duma können ebenso als Vorwand der USA für eine direkte Intervention in Syrien in die Geschichte eingehen.

Quelle: ParsToday

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