Die Bundesregierung hat den Raketenangriff der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf Ziele in Syrien als erforderlich und angemessen gerechtfertigt. Laut einer SPON-Umfrage sieht die deutsche Bevölkerung das Vorgehen des Westens allerdings anders. Die Umfrageergebnisse wurden von dem Spiegel vorgelegt.

Wie eine aktuelle Umfrage des Spiegels und des Meinungsforschungsinstituts Civey veranschaulicht, lehnen 59,9 Prozent den Militäreinsatz der amerikanischen, britischen und französischen Regierungen gegen Syrien ab oder eher ab. 30,8 Prozent der Befragten stimmen demnach zu oder eher zu, während 9,3 Prozent sich nicht entscheiden konnten.

Am Samstagmorgen hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Raketenangriffe auf syrische Regierungsobjekte geflogen, die vermeintlich für die Herstellung von C-Waffen genutzt werden. Von 2:42 Uhr bis 4:10 Uhr MESZ hatten die drei Staaten mehr als 100 Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen gegen Syrien eingesetzt. Die meisten davon wurden von den syrischen Luftabwehrkräften abgeschossen.

Nach Spiegel-Informationen war der Raketenschlag westlicher Länder gegen Syrien im Vergleich  mit dem Luftangriff der USA im Jahr 2017 nun weit massiver, was auch die Umfrageergebnissen belegen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den Spiegel waren damals 42,5 Prozent mit dem US-Angriff einverstanden oder eher einverstanden, 43,5 Prozent lehnten ihn ab oder eher ab.

Die Umfrageergebnisse des Spiegels haben ergeben, dass 69,6 Prozent der Deutschen, die nach eigenen Angaben der Linkspartei nahestehen, das Vorgehen des Westens ablehnen oder eher ablehnen. Die Umfrage macht zudem deutlich, dass die Quote bei AfD-Anhängern noch höher liegt. 76,3 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass die Militäraktion der USA, Großbritanniens und Frankreichseher nicht richtig oder auf keinen Fall richtig war. Wie die Daten zeigen, halten 43,3 Prozent der Unions-nahen Wähler den Militärschlag in Syrien für eher richtig oder richtig, während 46,2 Prozent dagegen sind.

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