Die Administration von Donald Trump will das US-Kontingent in Syrien durch arabische Soldaten ersetzen. Darüber berichtet die Zeitung „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Beamte.

Trumps Sicherheitsberater John Bolton soll vor kurzem den stellvertretenden Aufklärungschef Ägyptens, Abbas Kamel, in einem Telefongespräch gefragt haben, ob Kairo bei der Umsetzung dieses Plans helfen würde.

Das Weiße Haus soll laut der Zeitung auch Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Vorschlag kontaktiert haben, Milliarden US-Dollar für die Wiederherstellung des nördlichen Teils Syriens bereitzustellen. Washington äußerte außerdem den Wunsch, dass die arabischen Länder ihre Militärs in die Region schicken. Das Ziel der US-Initiative ist laut der Zeitung  die Vermeidung eines „Sicherheitsvakuums“ in Syrien, dank dem  die IS-Terroristen* in die Region zurückkehren könnten.

Doch die Ansammlung neuer Kräfte könnte ein Problem darstellen, wie Charles Lister, Mitarbeiter des analytischen Zentrums des Middle East Institute, sagt.

„Saudi-Arabien und die VAE bleiben immer noch im Jemen präsent und Ägypten wird das Territorium nicht schützen wollen, das das Regime von Bashar al-Assad nicht kontrolliert“, zitiert die Zeitung den Experten.

Arabische Länder würden auch keine Soldaten nach Syrien schicken, wenn die USA dort nicht mehr präsent sind.

Am Montag gab Washington seine Absicht bekannt, Syrien schnellstmöglich zu verlassen. Doch laut der US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen Nikki Haley werden die US-Soldaten erst nachdem sie alle ihre Aufgaben erledigt haben aus der Region abziehen. Darunter seien der Sieg über die IS-Terroristen, Garantien, dass Chemiewaffen kein Risiko für die USA darstellen würden und die Verfolgung der iranischen Aktivitäten.

* Islamischer Staat (auch IS, Daesh), eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

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