Die radikalen Islamisten der Gruppe Dschaisch al-Islam haben Ost-Ghuta verlassen. Sie befinden sich jetzt in einer nordsyrischen Provinz an der Grenze zur Türkei – und wechseln die Seiten.

Die Kämpfer dieser Gruppe seien in einer sehr schwierigen Lage. „Sie befinden sich jetzt in der syrischen Provinz Jarabulus und suchen neue Schirmherren, um nicht zu verhungern. Einige lassen sich von den türkischen Streitkräften anwerben und kämpfen gegen die Kurden“, sagt ein syrischer Beobachter im Sputnik-Interview.

Allerdings misstrauen die türkischen Kräfte den Islamisten:

„Es ist bekannt, dass sie von Saudi-Arabien als Machtmittel in Syrien eingesetzt wurden. Und sie leisteten im Auftrag ihrer Dienstherren einst sehr gute Arbeit, als sie die Vororte der syrischen Hauptstadt besetzten.“

Es sei nun wahrscheinlich, dass die Dschaisch al-Islam als Kämpfergruppe verschwinden werde, so der Experte. „Sie haben Ost-Ghuta ohne schwere Waffen verlassen. Jetzt sind sie in Flüchtlingscamps untergebracht. Vielleicht schließen sie sich irgendeiner anderen Gruppe an. Die Dschaisch al-Islam wird es jedenfalls nicht mehr lange geben.“

Es könne jedoch auch sein, dass Saudi-Arabien sie nach Jemen verlegt. Dort würden dringend frische Kräfte benötigt.

„Nur führt der kürzeste Weg dorthin über türkisches Gebiet. Entweder Ankara stimmt der Verlegung zu, oder Saudi-Arabien muss einen anderen Weg finden“, so der Experte.

Quelle

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