In der Hauptstadt der Volksrepublik Donezk wurde gestern eine Kundgebung anlässlich des 32. Jahrestages des Reaktorunglücks von Tschernobyl durchgeführt. Die Veranstaltung fand an der Gedenkstätte für die Opfer der Tragödie auf dem Platz der gefallenen Kommunarden im Zentrum der Hauptstadt statt.

„Sie dachten nicht an sich selbst, sie dachten nicht an ihre Verwandten und Freunde, als fast 8.000 Donbassbewohner sich an der Beseitigung der Folgen des Unglücks beteiligten.Wie soll man eine solche Heldentat, die die Liquidatoren im Kernkraftwerk Tschernobyl vollbrachten, nur genug wertschätzen? Ich weiß es nicht, denn die eigene Gesundheit, das eigene Leben für andere zu opfern – das ist von unschätzbarem Wert“, sagte der stellvertretende Leiter der Donezker Administration Maxim Suchorukow.

Zur Kundgebung kamen etwa 300 Menschen. Außer den Vertretern der lokalen Behörden nahmen auch Angehörige der Verstorbenen und Liquidatoren teil. Zu Beginn wurde eine Trauerfeier abgehalten. Danach wurde das Andenken an die Verstorbenen durch eine Schweigeminute geehrt und am Denkmal Blumen niedergelegt.

Der Unfall von Tschernobyl ereignete sich in der Nacht vom 25. auf den 26. April 1986, es explodierte der 4. Kraftwerksreaktor. Die Tragödie gilt als die größte in der Geschichte der Kernenergie. Mehr als 600.000 Sowjetbürger beteiligten sich an der Beseitigung der Folgen. In den ersten Monaten nach dem Vorfall starben 31 Menschen. Die Gesamtzahl der Opfer ist nicht bekannt.

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