Die staatliche pädagogische A.S. Makarenko-Universität der ukrainischen Stadt Sumy hat ihre Studenten zum Praktikum auf die Krim geschickt, ohne dies vorher mit dem Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU) abgestimmt zu haben. Darüber berichtet die Media Holding Vesti Ukraine am Sonntag.

Studenten des ersten bis dritten Studienjahres sollen sich der Meldung zufolge vom 27. April bis zum 7. Mai auf der russischen Halbinsel aufgehalten haben. Laut dem Rektorat der ukrainischen Universität haben die jungen Leute ein Praktikum im Fach „Tourismus“ absolviert, das eine Bergwanderung beinhaltete. Wie die Universitätsverwaltung versichert, soll die Reise der Studenten aus Symy auf die Krim mit dem SBU abgesprochen worden sein.

„Die SBU-Verwaltung im Gebiet Sumy hat die Reise der Studenten zum Praktikum nicht sanktioniert, da dies durch die geltende Gesetzgebung der Ukraine nicht vorgesehen ist“, wird die Pressesprecherin des Chefs der SBU-Verwaltung im Gebiet Sumy, Olesja Raputa, in der Meldung zitiert.

Nach dem nationalistischen Umsturz von 2014 in der Ukraine hatte auf der Krim ein Referendum stattgefunden, bei dem sich mehr als 95 Prozent der Bewohner der Halbinsel für die Wiedervereinigung mit Russland aussprachen. Kiew betrachtet diese Region aber nach wie vor als sein eigenes, nur zeitweilig besetztes Territorium und verlangt, das alle, die die Krim besuchen wollen, ihre Reise mit dem Sicherheitsdienst der Ukraine abstimmen.

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