Die Vorsitzende des russischen Föderationsrates (Parlamentsoberhaus) bezeichnete den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit Iran als einen Versuch Washingtons, sich die EU-Wirtschaft unterzuordnen.

Valentina Matwijenko unterstrich am Mittwoch: «Viele Experten denken und nicht ohne Grund, dass der Ausstritt aus diesem Deal ein weiterer Versuch Washingtons sei, die EU-Wirtschaft von den Vereinigten Staaten abhängig zu machen. Denn viele europäische Unternehmen sind im Iran tätig, ohne dabei den Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) zu verletzen.»

Sie hob hervor, dass der Standpunkt Russlands gegenüber dem US-Austritt aus dem Nuklearvertrag sich nicht verändert habe und diese Entscheidung sei ein Verstoß gegen das internationale Recht.

Mit Hinweis darauf, dass dieses Vorgehen der USA ein Schlag gegen das Vertrauen sei fügte sie hinzu, es muss alles Nötige unternommen werden, um den Atom-Deal zu erhalten.

Die russische Chefdiplomatin betonte ferner, dass alle Unterzeichnerstaaten sich an den Inhalt dieses Vertrags halten müssten.

Donald Trump hatte am 8. Mai das Atomabkommen mit Iran als ergebnislos bezeichnet. Unter der Vorbringung haltloser Beschuldigungen gegen Iran gab er zugleich den Austritt der USA aus dieser Abmachung bekannt.

Diese Aktion Trumps stieß auf die Kritik vieler Staaten und internationaler Gremien, darunter die EU, und wurde auch im Inland kritisiert.

(ParsToday/ Ria Novosti)

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