Tausende Nachtwölfe fahren über die Krim-Brücke. Gestern wurde die Krim-Brücke geöffnet und zwischen Kertsch und Kuban startete der Autobahnverkehr.

Putin eröffnete zunächst nur den vierspurigen Autoteil der Brücke. Ende 2019 soll noch eine zweigleisige Eisenbahnstrecke hinzukommen. Putins Sprecher Dmitri Peskow sprach von einem „symbolisch bedeutsamen Tag“ und erinnerte daran, daß der Bau auf eine persönliche Initiative des Kremlchefs zurückgehe.

Die Brücke, die die Krim mit der gegenüberliegenden südrussischen Halbinsel Taman verbindet, ist länger als die Vasco-da-Gama-Brücke in Lissabon und damit nun die längste Brücke Europas.

Gebaut wurde sie von dem Konzern Stroigasmontasch, der dem Milliardär Arkadi Rotenberg gehört, einem engen Vertrauter und Ex-Judo-Partner Putins. Im Februar 2016 hatte die russische Regierung knapp 230 Milliarden Rubel (damals 2,9 Milliarden Euro) für das Großprojekt bereitgestellt. Die Eröffnung sollte spätestens Ende 2018 erfolgen.

Bisher war die Krim von Rußland aus nur per Fähre oder Flugzeug zu erreichen gewesen. Lebensmittel und andere Waren mußten über die Meerenge von Kertsch auf die Halbinsel gebracht werden, was zu Preissteigerungen und wiederholt auch zu Versorgungsengpässen führte. Die Brücke soll auch den Tourismus auf der Krim ankurbeln.