Ägypten will den Grenzübergang zum Gazastreifen während des gesamten muslimischen Fastenmonats Ramadan geöffnet halten.

Dies ist die längste Zeit seit Jahren, dass die Blockade des Palästinensergebiets am Mittelmeer gelockert wird. Er habe die Öffnung angeordnet, «um die Last unserer Brüder im Gazastreifen zu lindern», teilte der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi am späten Donnerstag über soziale Medien mit.

Israel und Ägypten halten den Gazastreifen seit mehr als einem Jahrzehnt aus Sicherheitsgründen unter Blockade. In den vergangenen Jahren hat Ägypten den Grenzübergang Rafah von Zeit zu Zeit geöffnet, jeweils für einen oder mehrere Tage. Es durften jeweils nur Kranke oder Menschen mit einer besonderen Genehmigung passieren.

Am Montag wurden bei massiven Protesten an der Grenze des Gazastreifens zu Israel 60 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet. Die Proteste richteten sich gegen die Öffnung der US-Botschaft in Jerusalem sowie gegen die fortwährende Blockade. Montag war der blutigste Tag seit dem Gaza-Krieg 2014, Israels Vorgehen wurde international scharf kritisiert. Israel wirft der Hamas, auch von EU und USA als Terrororganisation eingestuft, dagegen vor, sie habe die Massenproteste missbraucht.

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