Bei einem Angriff von Bewaffneten auf eine Universität in Nicaragua ist nach Angaben der bekannten NGO Amnesty International ein Student ums Leben gekommen.

Er sei an den Folgen einer Schussverletzung gestorben, schrieb die Amerika-Direktorin von Amnesty International, Erika Guevara-Rosas, am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter. Zudem seien 41 Verletzte in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Managua eingeliefert worden.

Nach Angaben lokaler Medien griffen die Bewaffneten die Nationale Universität für Ingenieurwesen von Motorrädern aus an. Zudem zündeten Unbekannte die Station des regierungstreuen Senders Nueva Radio Ya an. Die Angestellten wurden angegriffen und beleidigt. Die Regierung sprach von einem «Angriff aus Hass» und machte «rechte Faschisten» dafür verantwortlich.Nach Angaben des Portals El 19 Digital wurden bei der Attacke sechs Polizisten verletzt. Einer von ihnen erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus.

Seit Mitte April kommt das zentralamerikanische Land nicht zur Ruhe: Bei Protesten, die sich an einer umstrittenen Sozialreform entzündet hatten, kamen nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mehr als 76 Menschen ums Leben. Die Regierung sprach von 22 Toten.

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