SPD-Politiker Martin Schulz und die Linke-Fraktionschefin fordern die Ausweisung des neuen US-Botschafters Richard Grenell in Berlin. Grund hierfür sind die jüngsten Aussagen und Aktionen des Diplomaten in Deutschland, der aus Sicht vieler Politiker keine Diplomatie, sondern vielmehr eine rechtspopulistische Agenda in Deutschland betreibe.

„Was dieser Mann macht, ist einmalig in der internationalen Diplomatie“, sagte Schulz der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Statt neutral dem Gastland gegenüber zu sein, agiere er wie der Vertreter einer politischen Bewegung.

Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht forderte die sofortige Ausweisung Grenells. „Wer wie Amerikas Botschafter Richard Grenell meint, nach Gutsherrenart bestimmen zu können, wer in Europa regiert, der kann nicht länger als Diplomat in Deutschland bleiben“, sagte Wagenknecht, der Zeitung „Welt“. „Wenn die Bundesregierung die demokratische Souveränität unseres Landes ernst nimmt, sollte sie Grenell nicht zum Kaffeeplausch einladen, sondern umgehend ausweisen“, so Wagenknecht.

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